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LINZ. Vor 30 Jahren, im September 1996, öffnete mit dem Ars Electronica Center (AEC) in Linz das Museum der Zukunft. Linz wurde damit zum Vorreiter mit internationaler Strahlkraft.

  1 / 2   1994 erfolgte der symbolische Spatenstich zum Ars Electronica Center, v. l.: Stadtrat Peter Sonnberger, Bürgermeister Franz Dobusch, Landeshauptmann Josef Pühringer, Initiator Hannes Leopoldseder und Kulturdirektor Siegbert Janko⋌⋌Foto: Archiv Ars Electronica (Foto: Archiv Ars Electronica)

Das Museum der Zukunft nahm in einer Zeit den Betrieb auf, in der das Internet gerade erst zum Mainstream wurde. Es gab weder WLAN noch Cloud-Computing, keine Smartphones und soziale Medien, kein Streaming und keine Chatbots. Kein Mensch hatte je etwas gegoogelt.

Ein Museum mit Mission

Seitdem hat sich die Welt grundlegend verändert. Vieles von dem, was in den letzten drei Jahrzehnten im Ars Electronica Center wie Science-Fiction anmutete, ist heute längst Realität. Damit technologischer Fortschritt auch zu gesellschaftlichem Fortschritt beiträgt, müssen grundlegende Fragen immer wieder neu gestellt und beantwortet werden – die Mission von Ars Electronica.

Vom Telegarden bis zum Deep Space 8K

In den 30 Jahren des Bestehens wurden am Ars Electronica Center zahlreiche aufsehenerregende Prototypen entwickelt. So konnte mit dem von US-Künstler Ken Goldberg und dem Futurelab entwickelten „Telegarden“ schon ab 1996 bis 2004 Menschen aus aller Welt über einen internetgesteuerten Roboterarm einen Garten pflegen. Ebenfalls schon 1996 wurde der Flugsimulator „Humphrey“ entwickelt, der nicht das Steuern eines Flugzeugs simulierte, sondern das Fliegen selbst. 1996 präsentierte das Futurelab auch den weltweit ersten öffentlich zugänglichen Cave (Cave Automatic Virtual Environment) – früher als anderswo konnte das Publikum in Linz also schon in virtuelle Welten eintauchen.

Nachfolger war der 2009 eröffnete Deep Space, der 2015 zum Deep Space 8K weiterentwickelt wurde und ein noch immersiveres Erlebnis verspricht.

Heute bilden mehr als 200 Menschen aus unterschiedlichen Ländern, Kulturen und Disziplinen das Team von Ars Electronica – und arbeiten täglich daran, Fragen immer wieder neu zu stellen und zu beantworten.

Die Zukunft beginnt

„Future begins“ und „Negotiating Humanity“ sind daher auch die beiden Themenbegriffe, mit denen sich das Ars Electronica Festival von 9. bis 13. September auseinandersetzt, 30 Jahre nach Eröffnung des Centers und 47 Jahre nach dem ersten Festival. An verschiedenen Festivalorten in der ganzen Stadt finden hochkarätige Ausstellungen, Performances, Konzerte und Konferenzen statt.

Zum Auftakt wird am 8. September, ab 19.30 Uhr, zur 30 Jahre Ars Electronica Center Geburtstagsparty geladen. Dabei wird auch ein neues Kapitel im Zukunftsmuseum geöffnet. 

Alle Infos zum Festival, zur Geschichte des AEC, zu Meilensteinen und mehr – sowie Anmeldung zur Geburtstagsparty und Tickets fürs Festival gibt's unter ars.electronica.art


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