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LINZ. Die Stadt Linz hat viele Gesichter – Menschen aus 152 Nationen leben in Linz. Dementsprechend gibt es auch zahlreiche Integrationsmaßnahmen.

Linz – eine bunte, mulitkulturelle Stadt Foto: Wodicka
Linz – eine bunte, mulitkulturelle Stadt Foto: Wodicka

Mit 1. Jänner 2016 waren 41.625 ausländische Bürger in Linz mit Hauptwohnsitz gemeldet – das sind 20,6 Prozent aller Linzer. Ein Herzstück der Linzer Integrationsarbeit ist die Sprachförderung schon für Kinder. Neben der Sprachförderung im Kindergarten ergänzt eine Vielzahl an Lese-Initiativen die Maßnahmen für mehr Deutsch-Kompetenzen, wie etwa das Projekt „Bilderbuchkindergarten“ oder die Lesetandems zwischen einem Volksschulkind und einem Mentor. Im Rahmen des Projekts des Vereins ibuk besuchen Kindergartenkinder mit und ohne Migrationshintergrund regelmäßig Linzer SeniorInneneinrichtungen. Die Kinder werden in kleine Gruppen aufgeteilt, jeweils eine Leseoma oder ein Leseopa beschäftigt sich mit vier bis fünf Kindern. Doch nicht nur die Kinder werden gefördert, auch die Eltern. Bei dem Projekt „Mama lernt Deutsch“ stehen neben dem Deutschunterricht auch Bildungsfragen oder die Förderung von interkulturellen Kompetenzen und Integration auf dem Lehrplan. Um die Frauen besser erreichen zu können, werden die Kurse unter der Leitung des Instituts für Interkulturelle Pädagogik in Kindergärten und Schulen angeboten.

Fremdsprachige Medien dienen auch als Lernhilfen und tragen auch bedeutend zur Sprachförderung bei. Daher wird die Fremdsprachenbibliothek im Wissensturm wie auch in den Stadtteilbibliotheken stetig ausgebaut.

Zudem gibt es auch viele Dialogveranstaltung, bei denen alle Linzer herzlichen willkommen sind. So gibt es vom 28. April – 8. Mai auch 2016 wieder eine Woche der Vielfalt mit umfangreichem Programm. Um auf die Sprachenvielfalt hinzuweisen und den öffentlichen Fokus auf das hohe Potenzial der Mehrsprachigkeit zu richten, feierte die Stadt Linz am 26. September 2015 den europaweiten Tag der Sprachen. Innerhalb des Aktionszeitraumes von 23. September bis 3. Oktober fanden gemeinsam mit über 60 KooperationspartnerInnen etwa 90 Veranstaltungen zur Thematik Sprachenvielfalt und Mehrsprachigkeit statt.

Neben der Stadt engagieren sich aber auch Vereine aktiv: Bereits im Herbst 2014 startete zum Beispiel ein neues Projekt, genauer gesagt der neue Lehrgang „NACHBARINNEN – aufsuchende Familienarbeit im transkulturellen Kontext“. Der Verein migrare und die Volkshilfe OÖ bilden in einem 8-monatigen Lehrgang sowie in Zusammenarbeit mit der FH OÖ 15 Frauen zu NACHBARINNEN aus. Ziel ist die Befähigung zur aufsuchenden Familienarbeit im transkulturellen Kontext.

Hinsichtlich der Flüchtlingssituation spricht sich die ÖVP Linz nun für eine Integrationserklärung aus, nach dem Grazer Vorbild. „Wenn ich in ein Land gehe, gehe ich davon aus, dass ich mich integriere – unabhängig ob ich ein zusätzliches Papier unterschreibe oder nicht“, kommentiert Integrationsreferentin Karin Hörzing von der SPÖ die Forderung.


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