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LINZ. “Ist Linz eine radfahrfreundliche Stadt?“ fragte Tips vor kurzem und bat die Leser, ihre Beiträge zu schicken. Ein Auszug aus den vielen Reaktionen zeigt: Es gibt noch so einige Baustellen im Radwege-Netz, die es zu bewältigen gilt.

Die Stadt Linz will den Fahrrad-Anteil am Gesamtverkehr bis 2020 verdreifachen. Foto: Weihbold
Die Stadt Linz will den Fahrrad-Anteil am Gesamtverkehr bis 2020 verdreifachen. Foto: Weihbold

„Keine grünen Wellen“

Ich fahre täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit, in Summe elf Kilometer. Das funktioniert insgesamt ganz gut, solange man auf extra gekennzeichneten Radwegen fährt. Auf „normalen“ Straßen fühlt man sich als Radfahrer in Linz eher unwohl, das Gefahrenpotential ist aufgrund des Platzmangels hoch. „Grüne Wellen“ sucht man oft vergebens. Ich bin etwa oft auf der Blumauerstraße unterwegs, dort kommt man alle 200 Meter zum Stehen, weil die Ampelschaltungen nicht aufeinander abgestimmt sind. Da verstehe ich, wenn Autofahrer und Radfahrer gleichermaßen wütend werden.(Klaus Hofinger, Linz)

„Donauquerung mit Hürden“

Die allerschlechtesten Problemstellen sind die derzeit verfügbaren Donauquerungen. Die Nibelungenbrücke ist in beiden Richtungen für Radfahrer eine Gefahrenstelle, da keine Trennung von den Fußgehern möglich ist und Radfahrer auf beiden Seiten auch in beide Richtungen fahren. Auch die Anbindung der Radwege auf der Nibelungenbrücke ist nahezu in allen Richtungen eine gefährliche Angelegenheit. Die Situation auf der Steyregger Brücke war ja bereits Anlass für Proteste von Radfahrern. Der Radweg über die Autobahnbrücke ist wegen der vorhandenen Querrillen in einem sehr schlechten Zustand. Das wird im Winter mit möglichen Vereisungen gefährlich werden. (Friedrich Berghuber, Linz)

„Beschilderungs-Debakel“

In Linz ist die Beschilderung von Radfahrstrecken eine Katastrophe. So wurde etwa mit großem Trara die Mountainbike-Strecke auf die GIS angeschrieben. Nur wenn man bei der richtigen Auffahrt angelangt ist, findet man keinen Wegweiser. Im Mühlviertel klappt das bei Mountainbike-Strecken viel besser. Kommt man aus dem Haselgraben, landet man quasi in Urfahr. Bereits mitten in der Stadt, also in Urfahr, kommt ein Schild, wo geradeaus „Urfahr“ drauf steht. Logik? (Erich Zohlhuber, Linz)

„Ungeeignete Abstellplätze“

Die Frage, ob Linz eine fahrradfreundliche Stadt ist, beantworte ich mit „Jein“. „Nein“ sage ich, wenn ich an die vielen ungeeigneten Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt denke - auch am Hauptbahnhof schaut“s da nicht besser aus - oder an teilweise sehr gefährliche Stellen wie die starken Busrillen wie dort, wo die Weißenwolffstraße die Gruberstraße quert. Als überzeugte Linzerin schätze ich aber auch all die Dinge, die für die sanfte Mobilität und das (Alltags-)Radeln bereits gemacht werden. (Vera Achleitner, Linz)


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