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LINZ. Die TelefonSeelsorge OÖ – Notruf 142 erhält in der Weihnachtszeit prominente Unterstützung: Sowohl Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer als auch Bischof Manfred Scheuer werden  in den kommenden Tagen Telefonstunden übernehmen und für die Nöte der Menschen ein offenes Ohr haben.

V. l.: Barbara Lanzerstorfer-Holzner (Projektleiterin ElternTelefon), Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer und Silvia Breitwieser (Leiterin TelefonSeelsorge OÖ – Notruf 142). Foto: Harald Dostal

Silvia Breitwieser, Leiterin der TelefonSeelsorge OÖ, erklärte, in einer Zeit der Unsicherheit und der Angst sei der Wunsch nach Stabilität besonders stark. „Gerade zu Weihnachten erleben wir eine große Diskrepanz zwischen der Realität und der Sehnsucht nach einer heilen Welt, nach dem Guten im Menschen“, so Breitwieser. Die heile Welt bedeute für jeden etwas anderes, letztlich gehe es aber darum, sich mit anderen verbunden zu fühlen, angenommen zu sein und zu innerer Ruhe und Zufriedenheit zu finden. „Weihnachten braucht ganz viel Beruhigung“, so die Expertin.

Ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Menschen in Oberösterreich haben in den kommenden Tagen zwei prominente Persönlichkeiten:

Bischof Manfred Scheuer: 22. Dezember | 19.00 bis 20.00 Uhr und

Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer: 23. Dezember | 9.30 bis 10.30 Uhr

Beide unterstützen in dieser Zeit die MitarbeiterInnen des Notrufdienstes der TelefonSeelsorge und sind unter der Nummer 142 zu erreichen. Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer freut sich schon auf ihren Einsatz am Telefon. Diese praktische Erfahrung ermögliche es ihr, ein Bild von der Tätigkeit der BeraterInnen zu bekommen, so Gerstorfer. Die Sozial-Landesrätin würdigte die TelefonSeelsorge als wichtiges Angebot, das „kostenfrei, vertraulich und anonym erste Annäherungsschritte an eine Lösung ermöglicht“. Auch Bischof Manfred Scheuer wird als Gesprächspartner am Telefon zur Verfügung stehen. Ihm ist wichtig, dass die „schwere“ Seite von Weihnachten nicht verschwiegen wird: „Viele Menschen zweifeln gerade an Weihnachten daran, dass es das Leben, dass es Gott gut mir ihnen meint. Vielen fehlt die Möglichkeit, über ihre Lebenssituation zu sprechen. TelefonSeelsorge bietet einen Gesprächsraum an. Für viele liefert sie einen ersten Anstoß, eine Veränderung ihrer Lage zu bewirken.“

Weihnachten in der Familie: Druck herausnehmen

Barbara Lanzerstorfer-Holzner, Projektleiterin des ElternTelefons, gab hilfreiche Tipps, wie Weihnachten in der Familie stimmig gefeiert werden kann. „Eltern wünschen sich friedvolle, harmonische Weihnachten. Familienleben ist aber nicht planbar und die Realität meist eine andere als die hochstilisierten Erwartungen“, weiß Lanzerstorfer-Holzner. Das Um und Auf sei daher bereits im Vorfeld intensive Kommunikation und gute Planung: „Wer kocht, wer kauft ein, wer schmückt den Baum, was können die Kinder übernehmen? Dabei geht es nicht um einen perfekten Plan, sondern darum, dass alle in der Familie wissen, was sie erwartet. Das beugt Frust vor.“ Auch Rituale sollten rechtzeitig vor dem Fest besprochen werden. Dabei sei es wichtig, alle Familienmitglieder einzubeziehen und zu befragen. „Das Ziel ist, stimmige Kompromisse zu finden, die dann auch halten“, so Lanzerstorfer.


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