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LINZ. Ein zweiter Sicherheitsgipfel bezüglich der Situation am Linzer Hauptbahnhof ist über die Bühne gegangen. Über das weitere Vorgehen für mehr Sicherheit bzw. Sicherheitsgefühl wird nach wie vor diskutiert. Einig ist man sich jedoch, dass es einer Zusammenarbeit aller Beteiligten braucht.

Die Polizeipräsenz am Hauptbahnhof zeigt schon Wirkung. Foto: Weihbold
Die Polizeipräsenz am Hauptbahnhof zeigt schon Wirkung. Foto: Weihbold

Ein bereits geschnürtes Maßnahmenpaket mit verstärkter Präsenz der Polizei, der Videoüberwachung am Bahnhof sowie dem privaten Sicherheitsdienst der ÖBB hat rasch gegriffen. Diverse Institutionen, Vereine, die Exekutive, die ÖBB sowie die Landes- und Stadtpolitik beschäftigen sich dennoch intensiv mit der dortigen Situation. Dementsprechen nahmen an Sicherheitskonferenz im Alten Rathaus sowohl Vertreter der Stadt Linz - Bürgermeister Klaus Luger, Sicherheitsreferent Detlef Wimmer, Sozialreferentin Karin Hörzing, Direktor Bau und Bezirksverwaltung Robert Huber - der Polizei, der ÖBB, sowie Vertreter von verschiedenen Sozialeinrichtungen.

Situation im Griff, aber Sicherheitsgefühl gesunken

Nach eingehender Analyse der bestehenden Daten sowie Einschätzungen der unterschiedlichen Organisationen kamen die zur Sicherheitskonferenz geladenen Experten zum Schluss, dass der Linzer Bahnhof im bundesweiten Vergleich sicher sei. Insgesamt ist die Sicherheitslage aufgrund objektiver Fakten in der Stadt Linz als gut zu beurteilen. Dennoch ist aufgrund einzelner Vorfälle, das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung gesunken. „Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung ist uns ein besonderes Anliegen“, erklären Luger und Wimmer.

Weitere Diskussion um Maßnahmen

„Auch wenn Exekutive und ÖBB die Situation im Griff haben, dürfen wir uns nicht auf vermeintlichen Lorbeeren ausruhen“, mahnt der Sicherheitsreferent der Landeshauptstadt, Vizebürgermeister Detlef Wimmer, der sich für eine verstärkte Videoüberwachung einsetzt. Zudem sind sich Wimmer und Luger auch einig, dass der Polizei der Rücken gestärkt werden muss.

Ein im Vorfeld von unterschiedlicher Seite gefordertes Alkoholverbot am Bahnhof und Bahnhofsvorplatz bedarf weiterer Klärung. Die FPÖ spricht sich, nach wie vor, für ein Alkoholverbot aus. „Wenn, dann macht nur gemeinsames Vorgehen mit der ÖBB Sinn“, erklärt Wimmer aber auch. Auch die ÖVP Linz setzt sich vehement dafür ein, dass das Areal am und rund um den Hauptbahnhof zur alkoholfreien Zone erklärt wird, ganz nach dem Vorbild Innsbrucks. Ausgenommen sollen natürlich Gastrobetriebe und Gastgärten sein. OÖP-Vizebürgermeister Bernhard Baier kann sich gut vorstellen, das Alkoholverbot erst einmal temporär einzuführen und die Maßnahme nach einer Dauer von rund zwei Monaten zu evaluieren. Bürgermeister Klaus Luger steht einem Alkoholverbot weiterhin skeptisch gegenüber, da er Verdrängungseffekt in Parkanlagen und in die Innenstadt befürchtet. Zudem pocht er auf eine WLAN-Beschränkung.

Hinsichtlich dieser Beschränkung läuft bereits ein ähnliches Pilotprojekt am Wiener Westbahnhof, dessen Ergebnisse - so das Ergebniss des Sicherheitsgipfels - auch für Linz wegweisend sein können.

Als eher ungewöhnliche Maßnahme fordert die ÖVP auch eine Beschallung mit klassischer Musik. Diese soll das längere Verweilen unattraktiver werden lassen: „Da ist es klar, dass man nicht die Lieblingsmusik der betroffen Gruppen wählt“, so Baier.


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