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LINZ. Nicht weniger als 138 Landwirte sind in der Landeshauptstadt Linz auf Stadtgebiet im Einsatz, alleine in Urfahr befinden sich 44 Bergbauern. Tips besuchte die Familie Steininger, die den Mitterbauerhof an der Pachmayrstraße betreibt und erfuhr dabei von der Faszination und den Herausforderungen als Stadtbauer.

  1 / 2   Stadtbauern mit Leib und Seele: Franz Steininger (li.) mit Frau Sonja und Sohn Alexander, der den Hof in Urfahr in fünfter Generation weiterführt. Die Landwirtschaft in der Pachmayrstraße wurde bereits auf Bio-Betrieb umgestellt. Foto: Weihbold

Drei Generationen leben im über 100 Jahre alten Bauernhof in Urfahr unter einem Dach. „Meine Eltern wohnen mit 83 und 76 auch im Haus und helfen noch aktiv mit“, erzählt Franz Steininger (50), der hauptberuflich ein Wanderkino betreibt und damit vor allem an Schulen unterwegs ist. „Anders geht es sich mit dem Hof nicht aus, diesen können wir aber zumindest kostendeckend führen.“ Die Steiningers sind mit Leib und Seele Stadtbauern, auch Sohn Alexander (25) wird den Hof in der dann fünften Generation weiterführen. „Diese Entscheidung ist wichtig, schließlich muss es dir ja auch Spaß machen, denn wir können es uns auch nicht aussuchen, ob wir rausgehen, ob es jetzt schneit oder regnet. Und die Arbeit am Hof macht keine Urlaubspause.“

Bergbauern helfen einander

Vor allem die 18 Kühe und Kälber, die in Mutterkuhhaltung am Hof sind, erfordern viel Zeit und Arbeit. Die Tiere werden auf 6 Hektar Eigengrund und einigen kleinen bis mittleren Pachtgründen (ca. 10 Hektar) in der Umgebung gehalten. Das Mähen vieler kleiner Flächen ist für das Linzer Landschaftsbild sehr wichtig, auch wenn der Mehraufwand sehr hoch ist gegenüber großen Flächen. Dazu bewirtschaften die Steiningers fünf Hektar Wald, der momentan durch den Borkenkäfer sehr geschädigt ist. Außerdem hält man vier Kamerun-Schafe und zahlreiche Hühner und Enten.

Mit den anderen Landwirten der Stadt pflegt man regen Kontakt, so werden unter den Bergbauern gemeinsam Maschinen genützt, die nicht so oft gebraucht werden. Auch die Stadt unterstützt Stadtbauern mit Förderungen. „Wir können dann etwa den ersten Schnitt länger stehen lassen, um so Bienen, Schmetterlingen oder Hasen einen guten Lebensraum zu bieten“, weiß Steininger.


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