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LINZ. Auch am Tag nach der angekündigten Sperre des Urfahraner Jahrmarktgeländes bestimmt die Zukunft des Areals die Diskussion. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Widmungsänderung von der Stadt Linz angestrebt wird und wie lange dies dauern würde.

In Sachen Sperre des Jahrmarktgeländes als Parkplatz dürfte das letzte Wort wohl noch nicht gesprochen sein. Foto: Weihbold

In TV-Interviews hat der Linzer Bürgermeister Klaus Luger noch am Mittwochabend angekündigt, eine solche Änderung für das Jahrmarktgelände anzustreben. „Ich begrüßt die Ankündigung des Linzer Bürgermeisters Luger“, erklärt Raumordnungsreferent Landeshauptmann-Stv. Michael Strugl am Donnerstag. „Wenn der Linzer Gemeinderat rasch die entsprechenden Beschlüsse für eine Widmungsänderung fasst, dann wäre in zwei bis drei Monaten eine Genehmigung durch das Land möglich. Um Zeit zu sparen, wäre es sinnvoll, die Verfahren zur Widmungsänderung und ein UVP-Verfahren parallel zu führen. Landesrat Anschober hat eine rasche Verfahrensabwicklung beim UVP-Verfahren zugesagt, ich gehe daher nicht von einer Dauer von zwei Jahren aus“, betont Strugl.

Stadt ist zuständige Baubehörde

„Das Land OÖ hat übrigens seine Rechtsmeinung nie geändert, es war seit vielen Jahren bekannt, dass es ein Problem mit der nicht widmungsgemäßen Nutzung gibt. Die dafür zuständige Baubehörde ist aber die Stadt Linz, die Raumordnungsabteilung des Landes ist nur Aufsichtsbehörde im konkreten Widmungsverfahren. Seitens des Landes wäre ein amtswegiges Einschreiten nur im Falle einer Aufsichtsbeschwerde möglich gewesen, eine solche hat es aber nie gegeben“, unterstreicht Strugl.

„Drohgebärden einstellen“

Die ÖVP Linz forderte am Donnerstag einen „Neustart“: „An erster Stelle sollte dabei stehen, dass Luger und Hein ihre Drohgebärden einstellen. Die ÖVP Linz vertritt – unverändert wie eh und je – die Position, dass es das Urfahrmarkt-Areal als (kostenlosen) Parkplatz braucht, so lange es keine ausreichenden Alternativen für den Umstieg auf Öffis, also Park & Ride, gibt“, so Klubobmann Martin Hajart.

Es soll jedoch auch ein langfristiger Plan erarbeitet und fixiert werden, wie das günstig an der Donau gelegene Urfahrmarkt-Areal weiterentwickelt bzw. attraktiviert werden kann: „Diese Strategie muss die Stadt Linz, der einerseits die Fläche gehört und welche andererseits für die Flächenwidmung zuständig ist, umgehend entwickeln.“

Lesen Sie dazu auch: Aus für Parkplätze am Urfahraner Jahrmarktgelände


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