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LINZ. Die Landeshauptstadt Linz musste für vier verschollene Bilder - drei Schiele- und ein Klimt-Bild - rund 8 Millionen Euro Schadenersatz bezahlen. Das Klimt-Bild ist nun wieder aufgetaucht.

Gustav Klimt, „Zwei Liegende“, Foto: Reinhard Haider
Gustav Klimt, „Zwei Liegende“, Foto: Reinhard Haider

Die vier Bilder stammen aus einer Leihgabe der Linzer Künstlerin Olga Jäger im Jahr 1951. 1990 und 2006 verlangten Erben der 1965 verstorbenen Olga Jäger von der Stadt die Herausgabe der Bilder. Die Bilder waren nicht auffindbar. Alle Nachforschungen der Stadt – auch eine öffentliche Auslobung von 5.000 Euro für Hinweise – blieben erfolglos.

Überraschender Fund

Überraschend ist das Klimt-Bild „Zwei Liegende“ aufgetaucht. Eine 1977 pensionierte und 2017 verstorbene Sekretärin der Neuen Galerie der Stadt Linz hatte das Bild widerrechtlich an sich genommen. Als die Frau von den Nachforschungen der Stadt erfuhr, versteckte sie das Bild in einem Schrank und verfügte, das Bild nach ihrem Tod der Stadt zurückzugeben. „Ein Wiener Anwalt hat angerufen und hat gesagt 'Ich habe was für euch'“, erzählt Bruno Binder, Rechtsvertreter der Stadt. „Er hat uns dann besucht und hat das Bild auf den Tisch gelegt.“

Ausstellung und Rückgabe

Das Klimt-Bild mit einem Wert von 66.000 Euro wird derzeit im Lentos fachgerecht aufbewahrt. Die Stadt wird das aufgefundene Klimt-Bild „Zwei Liegende“ im Lentos Kunstmuseum im Rahmen der Ausstellung „1918 – KLIMT.MOSER.SCHIELE Gesammelte Schönheiten“ (16. Februar bis 21. Mai 2018) präsentieren und den Jäger-Erben das Bild gegen Rückzahlung des Schadenersatzbetrags zurückstellen.


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