Domfrauen: Entdeckungsreisen im Mariendom
LINZ. Mit einem besonderen Projekt lädt die Katholische Frauenbewegung OÖ in den Mariendom ein und füllt diesen mit Frauengeschichten.

30 Frauen zwischen 25 und 75 Jahren begeben sich auf Spurensuche im Linzer Mariendom. So vielfältig wie ihre Berufe – von der Künstlerin bis hin zur Juristin – sind auch ihre Glaubenserfahrungen, die sie erzählen. Eine der Domfrauen ist Daniela Sitter. Durch ihre Beteiligung am Projekt Domfrauen will sie Menschen einen neuen Zugang zum Kirchenraum ermöglichen.
Wie aus dem Bitte ein Danke wurde
Die 40-jährige Reisebüroangestellte findet im Dom Raum für ihre Zwiesprache mit Gott. „Ich bin eine sehr naive Katholikin“, erzählt sie. „Für mich war der Kirchengang ganz selbstverständlich.“ Auch ihre Bitten richtete sie als junge Frau oft an Gott. Mit 33 Jahren nahm sie eine Auszeit und reiste über ein Jahr durch die ganze Welt und lernte auch andere Religionen und ihre Arten zu bitten kennen - eine Zeit die sie prägte. „Jetzt ist es meist kein Bitte mehr, sondern ein Danke.“ Dementsprechend hat sie sich ihren Platz bei den Kerzen ausgesucht. „Was ich mein ganzes Leben gemacht habe, ist, dass ich eine Kerze angezündet habe“, erzählt sie. „Es hat einfach gepasst.“
Viele Geschichten
Zu erkennen sind die Domfrauen an ihren Hüten. Diese hat die Hutmacherin Susanne Dullinger eigens für jede der Frauen kreiert. Die Formen sind von den Geschichten der Frauen inspiriert. Besucher haben bei den rund 1,5-stündigen Veranstaltungen die Möglichkeit, zwischen den Stationen zu wechseln.


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