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LINZ. Die oberösterreichische FPÖ startet einen weiteren Anlauf um Deutsch als Schulsprache gesetzlich zu verankern.

Die FPÖ will Deutsch am Pausenhof.Foto: ast
Die FPÖ will Deutsch am Pausenhof.Foto: ast

Das Bildungsministerium lehnte kürzlich die gesetzliche Verankerung von Deutsch als Schulsprache ab. Doch die oberösterreichische FPÖ will sich nicht geschlagen geben: LH-Stv. Manfred Haimbuchner rief die Petition „Deutsch am Pausenhof“ ins Leben. Diese hat derzeit rund 5.800 Unterstützer. „Es müssten hier einzelne Gesetzesbestimmungen im Schulunterrichtsgesetz geändert werden“, so Haimbuchner.

Deutschvokabel lernen als Erziehungsmittel

„Da der Anteil an Schülern ohne Deutsch als Muttersprache in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen ist, möchten wir sicherstellen, dass sich in Zukunft keine Parallelgesellschaften mehr etablieren können. Hierfür ist der Spracherwerb ein wichtiges Fundament.“ Zur Verankerung von Deutsch als Schulsprache schlägt Haimbuchner daher auch Konsequenzen vor, sollte die Bestimmung nicht eingehalten werden – so zum Beispiel das „ergänzende Erlernen von Deutschvokabeln“ oder der „Besuch ergänzender Deutsch-Förderstunden“.Kritik kommt von SPÖ-Bildungssprecherin Sabine Promberger, welche nichts von einer Zwangsregelung hält, aber mehr Deutschlehrer fordert.

„Man muss nicht immer strafen“

„In Linzer Schulen ist die Anzahl der Schüler mit unzureichenden Sprachkenntnissen sehr hoch“, so auch der Fraktionsobmann der Linzer Freiheitlichen Günther Kleinhanns, der das Vorhaben ebenfalls unterstützt. Dabei handle es ich vor allem um Kinder die nicht in Österreich geboren wurden. Kinder mit Migrationshintergrund in zweiter Generation seien nicht betroffen. „Die reden ja meistens bereits Deutsch“, so Haimbuchner. Würden diese Kinder, die bereits in Österreich aufgewachsen sind, in der Schule eine andere Sprache als deutsch sprechen so könne man das „mit erklären den Jugendlichen ohne weiteres vermitteln. Man muss nicht immer Strafen.“


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