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Es war ein gutes Gefühl beim Club zu sein - ÖAMTC-Landesdirektor Thurnhofer geht in Pension

Wolfgang Schobesberger, 14.12.2018 19:07

LINZ. Nach 38 Jahren beim ÖAMTC verabschiedet sich Landesdirektor Josef Thurnhofer in den Ruhestand. Seine Nachfolge wird Harald Großauer übernehmen.

ÖAMTC-Landesdirektor Josef Thurnhofer beginnt nach 38 Dienstjahren beim ÖAMTC seinen dritten Lebensabschnitt. Foto:SCH

Ich habe 38 Jahre meine Berufung leben dürfen“, so Thurnhofer über seine ereignis- und erfolgreiche Zeit beim ÖAMTC.

Als er 1981 zum Autofahrerclub stieß, zählte dieser in Oberösterreich rund 100.000 Mitglieder. Heute sind über 350.000 Oberösterreicher Mitglied beim ÖAMTC.

Erfolgsfaktor Dienstleistung

Die Bedeutung guter Dienstleistung lernte Josef Thurnhofer bereits an der elterlichen Tankstelle kennen, wo er bereits ab seinem achten Lebensjahr mithalf, Autos betankte, Öl und Luft kontrollierte. „Wir sind als ÖAMTC dann erfolgreich, wenn die Leute sagen beim ÖAMTC ist es lässig, da bleibe ich dabei und das erzähle ich und schick“ meine Freunde. Dann wächst man, dann sichert man die Arbeitsplätze, dann kann man auch investieren, dann kann man sich auch weiterentwickeln“, so Thurnhofer. „Wir haben beim ÖAMTC ein riesen Glück, weil wir Rahmenbedingungen haben, die andere nicht haben. Wir sind ein gemeinnütziger Verein, wir brauchen keine Gewinne abzuliefern. Alles was wir erwirtschaften können wir in die Weiterentwicklung stecken“, schwärmt er über seinen ÖAMTC.

Verkehrslösung für Linz

Durch das Bevölkerungswachstum im Großraum Linz wird auch mehr Verkehr entstehen. „Um die Verkehrssituation in und um Linz zu verbessern, braucht es einen Ausbau des Öffentlichen Verkehrs und des Individualverkehrs“, stellt Thurnhofer klar. Auch sei eine zweite Anbindung von Linz an die A1, eine Ostumfahrung, zwingend notwendig. „Keine der ganzen Brücken, die jetzt geplant sind, wirken dagegen, dass wir jeden Tag einen Stau von der A1 auf die A7 haben“, so Thurnhofer.

Zweite Straßenbahnachse für Linz

Eine zweite Straßenbahnachse sei aus mehreren Gründen wichtig. „Jeder der in Linz zu den Stoßzeiten Straßenbahnen fährt weiß, dass man bei der Kapazität an der Auslastungsgrenze ist.“Wenn Linz aber jetzt ausbauen will, ist es notwendig, dass auch noch wo anders Kapazitäten geschaffen werden. Die Kombination, dass ich zum einen für die Straßenbahn die zweite Route schaffe und gleichzeitig die Möglichkeit schaffe, dass ich das S-Bahn-Netz ins Mühlviertel damit bedienen kann, das ist in der Gesamtkonzeption eine wichtige Geschichte.

Es sei nötig die Route nach Gallneukirchen und Pregarten auszubauen und dass man durch Linz durchfahren kann. „Jetzt muss man bei allen S-Bahnen am Hauptbahnhof aussteigen. Auch der Radverkehr sei extrem wichtig. Da gehören gescheite Radwege dazu.“

Zum Glück gebe es jetzt ein gemeinsames Verkehrsleitbild von Stadt und Land, dieses gehöre aber auch mit Leben erfüllt, so Thurnhofer.

Nachfolger

Mit 1. Jänner wird Harald Großauer die Geschäftsführung übernehmen. „Er ist bereits seit September mit dabei und ist eingebunden. Er war auch schon bei Präsidialsitzungen und Generalversammlungen dabei“, erklärt Thurnhofer.

Zeit für Enkel

„Ich gehe nicht in Pension, sondern in den dritten Lebensabschnitt“, so Thurnhofer schmunzelnd. Seine neu gewonnen Freizeit will er mit seiner Familie, vor allem mit seinen fünf Enkeln verbringen und so seine Kinder etwas entlasten.


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