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LINZ. Am Donnerstag, 7. März, wird der vieldiskutierte Umbau der einstigen Problemzone am Hessenplatz Thema im Gemeinderat. Dass von umfangreichen Umgestaltungen nun nur ein Bruchteil davon überbleiben soll, sorgt für Verärgerung bei vielen Anrainern.

Werner Hudelist (li.) und Gerhard Schullerer beim Lokalaugenschein im Hessenpark
Werner Hudelist (li.) und Gerhard Schullerer beim Lokalaugenschein im Hessenpark

War zu Beginn für die Umgestaltung von 1,2 Millionen Euro Budget die Rede, wurde dieser Betrag anschließend auf 600.000 Euro heruntergefahren. Im aktuellen Antrag sind jedoch überhaupt nur mehr rund 238.000 Euro dafür vorgesehen – und dieser Betrag soll großteils in die Neugestaltung des Café-Betriebs fließen. „Das ist an sich schon in Ordnung, schließlich brauchen wir auch einen gut funktionierenden Café-Betrieb. Aber es ist für uns schon traurig, wie das Ergebnis einer mehrjährigen Bürgerbeteiligung einfach ignoriert werden soll“, ist Werner Hudelist, Obmann der Bürgerinitiative „Lebenswerter Hessenplatz und Umgebung“, enttäuscht von den aktuellen Plänen.

Beim Lokalaugenschein von Tips vor Ort wird rasch klar, wo der Stein des Anstoßes liegt, denn vom gewünschten „Herzstück“ der gemeinsam erarbeiteten Pläne – einer Neugestaltung des Wegenetzes – ist in den aktuellen Plänen nichts mehr übrig. Lediglich die bestehenden Wege sollen besser gepflegt werden, um etwa tiefe Pfützen, wie in den letzten Regentagen entstanden, zu vermeiden. „Es muss einen breiten, asphaltierten Weg zur Belebung quer durch die Anlage geben, wie etwa auch im Volksgarten. Nur so kann verhindert werden, dass die Leute wie jetzt lieber um den Park herumgehen als die Anlage zu betreten“, betont Hudelist.

Alkoholverbot wirkt

Alkoholverbot wirkt Seit Juni 2018 ist der Hessenpark eine Schutzzone und auch ein Alkoholverbot wurde ausgesprochen – mit großer Wirkung: „Die öffentliche Ordnung wurde wieder hergestellt, dafür sind wir auch dankbar. Umso wichtiger wäre es aber jetzt, den einzigen Park in der Neustadt sinnvoll zu gestalten, damit Zustände wie vorher keine Chance mehr haben“, betont Obmann-Stellvertreter Gerhard Schullerer. „So wie das jetzt läuft, ist das fast eine Entmachtung der Bürger.“

„Versprechen gebrochen“

Von NEOS-Gemeinderat Lorenz Potocnik kommt Kopfschütteln über diese Pläne: „Über mehrere Jahre haben Bürger, externe Planer und Fachleute aus dem Magistrat an einer Neugestaltung des Hessenparks gearbeitet. Die Ergebnisse liegen vor und können jederzeit umgesetzt werden. Diesen planerischen Pfad nun zu verlassen ist unprofessionell, Versprechen an die Anrainer und die beteiligten Akteure werden damit ebenso gebrochen.“

Die SPÖ schlägt im Gemeinderat vor, die für den Hessenpark vorgesehenen 600.000 Euro für einen „Attraktivierungs-Doppelpack“ zu nutzen und auch die Verbesserungen am Südbahnhofmarkt anzugehen. „Ziel sollte es daher sein, aus diesem Paket den wiederbelebten Hessenpark sanft weiter zu entwickeln und möglichst viel neues Startkapital für den Südbahnhofmarkt freizumachen. Eine völlige Umgestaltung des Parks mit einem Schlag braucht niemand mehr“, betont Gemeinderätin Claudia Hahn. „Die eingesparten Mittel können sinnvoller in andere dringend notwendige Projekte des Ressorts Stadtgrün investiert werden“, bekommt die SPÖ dabei Unterstützung vom freiheitlichen Gemeinderat Wolfgang Grabmayr.


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