Hafen als Trainingsgelände für Polizeihunde
LINZ. Mitte März verwandelte sich das Betriebsareal des Linzer Hafens einen Tag lang in ein Trainingsgelände für Polizeihunde, die dort unter realistischen Bedingungen ihr feines Näschen trainierten.

Fünf Schäferhunde, die bereits ihre Grundausbildung zum Polizeidiensthund absolviert haben, trainierten im Linzer Hafen für ihre bundesweite Zertifizierung zum offiziellen Suchtmittelspürhund. Dabei wurden von den Ausbildnern im Hafengebiet Echtstoffe, also gängige Suchtgifte, in Form von kleinen Päckchen versteckt. Als Verstecke dienten abgestellte LKW-Auflieger, Mauernischen oder Verkehrszeichen. Die Aufgabe der Hunde bestand darin, die versteckten Päckchen aufzustöbern.
Stille Spührnasen
Wird ein Echtstoff „erschnüffelt“, so müssen die Hunde „passiv“ auf das Versteck verweisen, das heißt sie dürfen weder bellen noch kratzen, sondern müssen vor dem Versteck ruhig sitzen oder stehen und die gefundenen Geruchsträger – ohne Laut zu geben – anzeigen. Nach ihrem Trainingstag im Linzer Hafen legen die Polizeivierbeiner ihre Zertifizierung ab und werden dann in den Landespolizeidirektionen im gesamten Bundesgebiet als Suchtmittelspürhunde eingesetzt.
Hafen bereits mehrmals Übungsstandort
Das Bundesausbildungszentrum für Polizeidiensthundeführer Bad Kreuzen organisiert Ausbildungstrainings bereits seit dem Jahr 2006 in verschiedenen Bereichen der Linz AG. In den Linzer Hafen kommen die Bundesausbildner besonders gerne, weil hier „Echteinsätze“ trainiert werden können. Während der Betriebszeit herrscht PKW-, LKW- und Staplerverkehr, viele Menschen sind unterwegs und aus den einzelnen Lagerhallen strömen unterschiedliche Gerüche – die Hunde sind somit mit realen Situationen konfrontiert.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden