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OÖ. Am Montag, 9. September beginnt für Oberösterreichs Schüler wieder der Schulalltag, die Sommerferien gehen zu Ende. Für 14.399 Taferlklassler beginnt das Schulleben, 2.148 Kinder gehen in die Vorschule. Das neue Schuljahr bringt auch große Veränderungen in der Verwaltung: In einem „Haus der Pädagogik“ sind nun auch der Elementarpädagogikbereich, das landwirtschaftliche Schulwesen und die Assistenzen unter dem Dach der Bildungsdirektion OÖ versammelt.

  1 / 2   Werner Schlöglhofer (Leiter des Pädagogischen Dienstes der Bildungsdirektion OÖ), Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander und Bildungsdirektor Alfred Klampfer (v. l.) Foto: Land OÖ/Max Mayrhofer

„Wir heißen wieder eine große Anzahl von Kindern in unserem Schulsystem willkommen. Das neue Schuljahr bringt aber auch große Veränderungen in der Verwaltung. Im neuen 'Haus der Pädagogik' werden nun alle Kinder und Jugendlichen, von der Krabbelstube bis zum Schulabschluss, von der gleichen Institution betreut. Wir sind die ersten, die diesen Weg gehen“, freut sich Landeshauptmann-Stellvertreterin, Bildungslandesrätin Christine Haberlander, die auch Präsidentin der Bildungsdirektion ist.

Größte Bildungsdirektion

Mit 1. September hat das Land OÖ auch den Elementarpädagogikbereich, das landwirtschaftliche Schulwesen und die Assistenzen der Bildungsdirektion OÖ übertragen. Die Zahl der Kinder, für die die Bildungsdirektion unter Alfred Klampfer zuständig ist, ist damit auf knapp eine Viertel Million gestiegen, die Zahl der beschäftigten Pädagogen auf etwa 29.000. „Mit dieser Änderung sind wir die größte Bildungsdirektion in Österreich“, so der Bildungsdirektor stolz.

Die neue Aufstellung bringe laut Haberlander viele Vorteile, darunter bessere Vernetzung, bessere Abstimmung von Projekten und ein besserer und strukturierterer Übergang zwischen Kindergarten und Volksschule.

Bei der Entwicklung der Schülerzahl in den einzelnen Schultypen gibt es ein leichtes Plus. Im Pflichtschulbereich gehen 2019/20 106.487 Kinder in insgesamt 830 Schulen in Oberösterreich, ein Plus von 0,26 Prozent. 25.384 Berufsschüler besuchen die 22 Berufsschulen (plus 1,35 Prozent). 189.845 Schüler gehen auf AHS und BMHS (plus 0,1 Prozent).

Nach einem großen Anstieg der Neuaufnahmen an BAfEPs befindet man sich im Schuljahr 2019/20 mit 359 Schülern wieder im Normalzustand, dennoch herrsche riesiger Bedarf an Pädagogen im Elementarbereich, so Bildungsdirektor Alfred Klampfer. Haberlander wünscht sich hier, dass auch andere Angebote für Umsteiger geschaffen würden, etwa neue Lehrgänge.

Neues Pädagogikpaket

Vor große Herausforderungen steht der Bildungsbereich nicht nur bei der Digitalisierung, sondern auch aufgrund der neuen Vorgaben im Pädagogikpaket des Bundes. Mit Schulbeginn umgesetzt werden in den Volksschulen die verpflichtende Notenbeurteilung, die Ergänzung der Benotung durch ein standardisiertes Bewertungsraster, das Wiederholen von Schulstufen ab der zweiten  Schulstufe, Kind-Eltern-Lehrer-Gespräche in allen Schulstufen der Volksschule und das Kopftuchverbot bis zum zehnten Lebensjahr.

Die Neuen Mittelschulen werden zur Mittelschule weiterentwickelt, unter anderem werden leistungsstarke Schüler äquivalent zur AHS Unterstufe gefördert, Bewertungsraster für Deutsch, Mathematik und Englisch werden eingesetzt. Die Änderungen werden in Oberösterreich vorerst an 32 NMS getestet.

Zudem wird die Möglichkeit eines freiwilligen zehnten Schuljahres wieder eingeführt.

Die Schaffung von Herbstferien ist zwar bereits beschlossen, tritt aber erst mit dem Schuljahr 2020/21 in Kraft.


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