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LINZ. Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) ertrinken jedes Jahr durchschnittlich 42 Menschen in Österreich. Um für mehr Sicherheit im Wasser zu sorgen, bildet das Oberösterreichische Jugendrotkreuz derzeit im Parkbad Linz neue Rettungsschwimmer, Rettungsschwimmlehrer und Helfer aus.

Die Teilnehmer trainieren Rettungsszenarien unter Zeitdruck. (Foto: OÖRK/Freller)
  1 / 4   Die Teilnehmer trainieren Rettungsszenarien unter Zeitdruck. (Foto: OÖRK/Freller)

Im Parkbad trainieren 52 Teilnehmer verschiedenste Tätigkeiten wie das Bergen von Personen aus dem Wasser, Befreiungsgriffe und Rettungseinsätze unter Zeitdruck. Die Ausbildung zum Rettungsschwimmer umfasst 40 Stunden und vermittelt Fähigkeiten, die im Ernstfall Leben retten können.

Trainieren für den Ernstfall

„Schwimmen gehört zu den wichtigsten Lebenskompetenzen überhaupt. Wer sicher schwimmen kann, schützt sich selbst und kann im Ernstfall auch anderen helfen. Deshalb investieren wir seit vielen Jahren gezielt in die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung“, betont OÖ.-Rotkreuz-Präsident Gottfried Hirz.

Schwimmkompetenz weiter ausbauen

Im vergangenen Schuljahr absolvierten 18.585 Kinder und Jugendliche in Oberösterreich ein Schwimmabzeichen und weitere 1.217 Personen ein Rettungsschwimmabzeichen. Bis Juli dieses Jahres waren es bereits 1.341.

Laut KFV kann jede vierte Person in Österreich gar nicht oder nur mittelmäßig schwimmen. Sieben Prozent der Bevölkerung sind Nichtschwimmer, weitere 23 Prozent schätzen ihre Schwimmkenntnisse als unsicher bis mittelmäßig ein. Besonders bei Kindern und Jugendlichen gibt es nach wie vor Defizite.

Praxisnahes Wissen für mehr Sicherheit

Die Ausbildungen richten sich an Menschen, die Verantwortung übernehmen möchten. „Viele Menschen unterschätzen, wie schnell eine Situation im Wasser kritisch werden kann. Wer Rettungsschwimmen lernt, entwickelt nicht nur technische Fähigkeiten, sondern auch das nötige Verantwortungsbewusstsein, um in Notfällen richtig zu handeln“, sagt Michael Heilbrunner, Landesreferent für Schwimmen und Rettungsschwimmen im OÖ. Jugendrotkreuz.

Zu den Teilnehmern zählt auch Lehrerin Esin Tahtaci von der Mittelschule 23 Linz. „Ich mache die Ausbildung, weil ich das Wissen an die Kinder weitergeben möchte. Alles, was wir hier lernen, ist absolut praxisnah“, sagt sie.

Jede Sekunde zählt

Nicht nur Ertrinkungsunfälle machen eine gute Ausbildung wichtig. Jedes Jahr müssen rund 4.100 Menschen nach Badeunfällen im Krankenhaus behandelt werden. Zwei Drittel der Verletzungen entstehen durch Stürze auf nassen Böden. Das OÖ. Rote Kreuz bietet daher auch Erste-Hilfe-Ausbildungen an.

„Unfälle können jederzeit und überall passieren. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen wissen, wie sie im Notfall helfen können. Jede absolvierte Rettungsschwimm- oder Erste-Hilfe-Ausbildung macht unsere Gesellschaft ein Stück sicherer“, sagt Rotkreuz-Präsident Hirz.

Weitere Informationen und Kurstermine unter www.erstehilfe.at


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