Neuer Anlauf: Radverleihsystem für Linz

Hits: 496
Anna Stadler Anna Stadler, Tips Redaktion, 20.09.2019 09:36 Uhr

LINZ. Mit Frühling 2020 soll Linz einen Radverleih bekommen. An 40 Standorten sollen 400 Räder stehen.

Die Stadt Linz realisiert nun einen öffentlichen Fahrradverleih sowohl für Linzer als auch für Gäste. Betrieben wird dieser von der City Linz Bike GmbH. „Das Projekt Fahrradverleih geht nun in die finale Phase. Wie im Gemeinderatsbeschluss vorgesehen, kann dieses Service für die Stadt kostenneutral errichtet und betrieben werden. Die Finanzierung erfolgt maßgeblich durch Werbemöglichkeiten an den Verleihstationen und den Fahrrädern“, erklärt Bürgermeister Klaus Luger. Alleine duch die Leihgebühren wäre das System nicht kostendeckend zu betreiben.

40 Stationen in der Innenstadt

Die Stadt Linz hat gemeinsam mit der City Bike Linz GmbH 40 Verleihstationen mit insgesamt rund 400 Rädern an gut sichtbaren und publikumsrelevanten Standorten in einem Standortkonzept festgelegt. „Wenn man so etwas macht, muss es flächendeckend sein“, so Vizebürgermeister und Infrastrukturreferent Markus Hein. Die Stationen sollen so platziert werden, dass sie niemanden behindern oder eine Gefährdung darstellen. Die Verleihstationen und Werbeflächen sind bereits verkehrspolizeilich vorgeprüft und die Zustimmungen der Grundeigentümer liegen vor. Wenn das Bike-Sharing-System gut angenommen wird, ist ein Ausbau in Zukunft grundsätzlich denkbar.

Räder nach Bedarf

Insgesamt ist geplant pro Standort durchschnittlich zehn Räder bereitzustellen. Handelt es sich um stark frequentierte Orte, wie zum Beispiel den Hauptbahnhof, können es auch mehr sein. „Die Stationen sind individuell erweiterbar“, erklärt Alfred Stadler, Geschäftsführer des Betreibers Gutenberg-Werbering. „Im Winter haben wir vermutlich weniger Nutzer, da werden wir vielleicht nur 80 Prozent der Räder zur Verfügung stellen.“

Vandalen-sichere Räder

Die Fahrräder selbst eignen sich für Personen von 1,4 bis zwei Metern Körpergröße und einem maximalen Körpergewicht von 120 Kilogramm. Die Räder sind wartungsarm und robust ausgestattet und verfügen über eine Beleuchtung, die sich automatisch bei Dunkelheit aktiviert. „Es ist so ausgestattet, dass es Vandalen-sicher ist. Da sind wir am letzten Stand der Technik.“ Wann mit dem Radverleih begonnen werden kann, hängt von der Lieferzeit der Räder ab. Diese sei recht lange. Stadler hofft jedoch, dass die Räder bis April 2020 in Linz eintreffen.

Ausleihen via App

Das Ausleihen funktioniert per Smartphone-App. Die Anwendungssoftware ist für Mobiltelefone mit Googles Android und Apples iOS geeignet. Die Fahrräder können direkt an jeder Verleihstation durch die Nutzer  ausgeliehen werden – egal an welcher Station. Die Rückgabe ist ebenfalls an allen 40 Stationen möglich. Die Bezahlung ist mit den für aktuelle Webshops gängigen Kredit- und Debitkarten sowie Online-Bezahldiensten möglich. Über den genauen Tarif sei man noch am Verhandeln. „Unser Wunsch ist es, ein ähnliches Tarifsystem wie in Wien zu installieren“, so Hein. Dort ist die erste Stunde ist gratis, erst dann wird eine Fahrtgebühr verrechnet.

Räder als Ergänzung zu bestehenden Angeboten

„Der Fahrradverleih eröffnet Möglichkeiten für den Direktverkehr, aber auch neue Ansätze für die Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die West-Ost-Verbindung im Stadtgebiet wird verbessert, Bus und Bahn in Spitzenzeiten des Berufsverkehrs ergänzt. Das erweiterte Mobilitätsangebot wird neue Kundengruppen für den öffentlichen Personennahverkehr erschließen“, ist Verkehrsreferent Vizebürgermeister Markus Hein überzeugt. Es sei auch als Ergänzung zu den E-Scootern zu verstehen. „Es macht Sinn möglichst viele Mobilitätsformen anzubieten. Das große Ziel ist es, die Leute wegzukrigen vom Auto - vor allem für Kurzstrecken.“ Die Fahrräder seien eine gute Alternative zu den Scootern. „Es git auch Leute die sich gerne bewegen“, fügt Luger schmunzelnd hinzu.

 

 

Artikel weiterempfehlen:

Kommentar verfassen



Mutmaßlicher Tierquäler ausgeforscht

LINZ. Mit dem Verdacht auf Tierquälerei wurde am Freitag ein 24-jähriger Syrer aus Linz bei der Polizei angezeigt. Der Mann soll seinem Hund und einigen Schafen die Vorderläufe zusammengebunden, ...

Linzer Hauptplatz: Dreifaltigkeitsgruppe kehrt zurück

LINZ. Läuft alles nach Plan erfolgt die Montage der Dreifaltigkeitsgruppe auf der „Pestsäule“ am Montag, den 8. Juni mit Hilfe der Berufsfeuerwehr.

Linzer drohte in Lokal zu schießen

LINZ. Ein Notruf, wonach ein aggressiver Linzer in einem Lokal am Linzer Bindermichl Gäste gefährlich bedrohen sollte, ging gestern Abend bei der Polizei ein. Der Täter konnte festgenommen ...

Der Vorhang im Landestheater Linz hebt sich wieder

LINZ. Nach über drei Monaten Zwangspause ist das Landestheater zurück: Für die Zeit von 17. Juni bis 5. Juli wurde ein Sonderspielplan zusammengestellt. Jeweils 100 Besucher können ...

Bei Drogenkauf ausgeraubt: Täter auf der Flucht

LINZ. Ein 28-jähriger Linzer wurde gestern von zwei Dealern während eines Drogenkaufs in einer Garage in Linz ausgeraubt. Er erstattete Anzeige, und wurde auch selbst nach dem Suchtmittelgesetz ...

Raml und Partner sind „Steuerberater des Jahres“

LINZ/AIGEN-SCHLÄGL. Die Linzer Steuerberatungskanzlei Raml und Partner mit Außenstelle in Aigen-Schlägl wurde zum Steuerberater der Jahres 2020 in der Kategorie „Allrounder Regional Oberösterreich“ ...

Schienenersatzverkehr aufgrund von Gleisarbeiten im Bereich Rudolfkreuzung

LINZ. Aufgrund von Gleisarbeiten im Bereich Rudolfkreuzung kommt es am Sonntag, 7. Juni zu Schienenersatzverkehr.

Linzer City-Kino spielt wieder

LINZ. Das City-Kino Linz startet am Freitag, 5. Juni wieder mit Kinovorstellungen. Vorerst gibt es täglich zwei Filme am Abend, am Wochende wird auf vier Vorstellungen ausgeweitet. Das Moviemento bleibt ...