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"Sicherheitslücken" sorgen für neue Aufregung um Radweg in Steyregg

Valerie Himmelbauer, 12.11.2019 12:14

STEYREGG. Nach einem Dringlichkeitsantrag aller Oppositionsparteien im Gemeinderat zu Sicherheitslücken am neu eröffneten Radhauptroutenabschnitt in Steyregg, gehen die Wogen hoch: Bürgermeister Johann Würzburger hat kein Verständnis für die „überzogene Kritik“.

Gerhard Fischer Foto: Radlobby OÖ
Gerhard Fischer Foto: Radlobby OÖ

Unmittelbar nach der Eröffnung des neuen 1,1 Kilometer langen Radwegs in Steyregg, der um 1,6 Millionen Euro gebaut wurde, kritisierte der ehemalige Steyregger Radverkehrs-Beauftragte Gerhard Fischer „Missstände“: Er beklagte fehlende Markierungen für Radfahrer bei Supermarkt-Ausfahrten, Konfliktsituationen durch erzwungene schräge Auffahrten und weitere Gefahrenstellen, die nach seiner Ansicht entschärft werden sollten. Nach einem von Fischer initiierten Lokalaugenschein aller Gemeinderats-Fraktionen wurde ein gemeinsamer Dringlichkeitsantrag von SPÖ, ÖVP und FPÖ für Sicherheitsverbesserungen eingebracht, und im Gemeinderat mit Mehrheit beschlossen.

„Überzogene Kritik“

Johann Würzburger, der Bürgermeister von Steyregg, findet die Kritik stark überzogen: „Es fehlt mir einfach das Verständnis, warum jetzt so herumgemäkelt wird. Das ist eine total überzogene Kritik. Das Hauptthema ist eigentlich, dass der Radweg eine unglaubliche Verbesserung ist gegenüber der vorherigen Situation. Natürlich gibt es immer Verbesserungsmöglichkeiten.“ Kritik kommt von Gerhard Fischer, dem Vorsitzenden der Radlobby OÖ: „Noch vor wenigen Wochen wurden alle Vorschläge der Radlobby einfach vom Tisch gewischt. Der Steyregger Bürgermeister Johann Würzburger verteidigte damals noch vehement alle Sicherheitslücken und verwehrte sich gegen jegliche Verbesserungen – wie sich erst jetzt herausgestellt hat – ohne sich dazu mit den übrigen Gemeinderat-Fraktionen abzustimmen“.

Dringlichkeitsantrag aller Oppositionsparteien

Mit dem besagten Dringlichkeitsantrag wurden laut Bürgermeister Würzburger Forderungen vorgebracht, die zu diesem Zeitpunkt aber bereits in der Umsetzung waren. In Absprache mit Verkehrsexperten des Landes werden die Forderungen weiter umgesetzt: „Ich habe gar nichts dagegen, dass der Radweg so sicher ist und Forderungen so unverzüglich wie möglich abgehandelt werden, aber dies muss auch alles abgesegnet sein und umsetzbar“, so der Bürgermeister.


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