Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

LINZ. Ab 2020 werden Mahnmale  im gesamten Stadtgebiet an NS-Opfer in Linz erinnern.  Damit wird das Siegerprojekt  des Gestaltungswettbewerbes, „Erinnern…“ des Künstlers Andreas Strauss, umgesetzt.

Grafik: Andreas Strauss
Grafik: Andreas Strauss

Nach den Diskussionen rund um das nicht in Linz umgesetzte Konzept der „Stolpersteine“ wurde der Gestaltungswettbewerb „Erinnerungszeichen für NS-Opfer in Linz“ ins Leben gerufen. Insbesondere das Gedenken an verfolgte und ermordete Jüdinnen und Juden im öffentlichen Raum in Linz stand dabei im Vordergrund.

Eindeutige Jury-Entscheidung

Zwei von fünf Konzepten kamen in die engere Auswahl, die in besonderer Weise den gestellten Anforderungen hinsichtlich ästhetischer Gestaltung, Situierung im Stadtraum und Originalität der Idee entsprachen. Mit eindeutiger Mehrheit hat sich die zehnköpfige Jury letztlich für den Entwurf „Erinnern…“ mit dem Element der Klingel des Künstlers Andreas Strauss ausgesprochen. „Der Akt des Anläutens stellt einen emotionalen Kontakt zu den Vertriebenen und Ermordeten her und lässt die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart schwinden“, heißt es in der Jury-Begründung.

20 Stelen an Orten, wo jüdische NS-Opfer lebten

In einem ersten Umsetzungsschritt ist für das Jahr 2020 geplant, ca. 20 Stelen in Linz aufzustellen, wobei hier zunächst jene Straßenzüge berücksichtigt wer-den, wo jüdische NS-Opfer gelebt haben. „Die Stelen sind prinzipiell so konzipiert, dass später auch Namen jener Opfer, die bislang nicht bekannt sind, jederzeit ergänzt werden können“, weiß Bürgermeister Klaus Luger.

Umsetzung im Ausbildungszentrum der voestalpine

Junge Menschen in künstlerische Projekte einzubinden und damit direkt Inhalte zu vermitteln, ist Andreas Strauss ein großes Anliegen. Aus diesem Grund ist Teil des Konzeptes „Erinnern…“ die Fertigung der Erinnerungszeichen im Linzer Ausbildungszentrum der voestalpine, die ihre Kooperation bei der Herstellung der Linzer Erinnerungszeichen bereits zugesichert hat. In der direkten Zusammenarbeit des Künstlers mit den Lehrlingen der voestalpine soll der Hintergrund des Projektes und die Erinnerung an die NS-Opfer zusätzlich eine wichtige Rolle erhalten.

Grüne: „Langjährige Forderung umgesetzt“

Mit den Erinnerungszeichen für NS-Opfer im öffentlichen Raum wird eine langjährige Forderung der Grünen nun in den Linzer Straßen sichtbar. „Mit diesem hervorragenden Projekt wird eine aktive Erinnerungskultur ermöglicht. Besonders positiv ist, dass unsere Stadt nun endlich ein dauerhaftes Gedenkprojekt im öffentlichen Raum bekommt. Das ist auch der Verdienst zahlreicher Bürger, die sich in den vergangenen Monaten dafür eingesetzt haben“, betont Helge Langer, Klubobmann der Grünen Linz.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Alkoholverbot am Linzer Hauptbahnhof soll ab März 2027 gelten

Alkoholverbot am Linzer Hauptbahnhof soll ab März 2027 gelten

LINZ. Ab 1. März 2027 soll am und rund um den Hauptbahnhof ein Alkoholverbot gelten. Begleitend sind soziale Angebote geplant. Auch Videoüberwachung ...

Tips - total regionalNora Heindl
Jugendservice Campus Linz zählt mehr als 7.000 Besucher im ersten Jahr

Jugendservice Campus Linz zählt mehr als 7.000 Besucher im ersten Jahr

LINZ. Der Jugendservice Campus in Linz zieht nach einem Jahr Bilanz: Mit rund 400 Veranstaltungen und mehr als 7.000 Besuchern zeigt sich der ...

Tips - total regionalLeitner Birgit
Klimastreik in Linz: Verkehrsbehinderungen erwartet

Klimastreik in Linz: Verkehrsbehinderungen erwartet

LINZ. Fridays For Future ruft am Freitag, 16. Oktober, von 16 bis 18 Uhr zum Klimastreik am Linzer Pfarrplatz auf. Verkehrsteilnehmer müssen ...

Tips - total regionalLeitner Birgit
JKU Linz vergibt Professuren an zwei Juristen und Ärztin

JKU Linz vergibt Professuren an zwei Juristen und Ärztin

LINZ. Sie lehren Steuerrecht und erforschen den Grünen Star: Die JKU hat zwei Juristen und eine Ärztin mit Professuren ausgezeichnet.

Tips - total regionalLeitner Birgit
Herta Steinbichl: ein Leben zwischen Pflege und Selbstfürsorge

Herta Steinbichl: ein Leben zwischen Pflege und Selbstfürsorge

LINZ. Seit einem Unfall ihres Mannes bestimmt die Pflege den Alltag von Herta Steinbichl. Die 64-jährige Pichlingerin weiß, wie schwer es sein ...

Tips - total regionalNora Heindl
Künstliche Intelligenz im Vertrieb: Praxisbeispiele bei Wine & Business

Künstliche Intelligenz im Vertrieb: Praxisbeispiele bei Wine & Business

LINZ. Wie Unternehmen Künstliche Intelligenz im Vertrieb nutzen können, stand bei „Wine & Business 2026“ in der Tante Kaethe im Mittelpunkt.  ...

Tips - total regionalNora Heindl
Weitere Beiträge