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LINZ. Ein gebrochener Flügel, auf einem Auge blind oder ein lädierter Fuß. Als Greifvogel lebt man gefährlich. Doch keine Eule, kein Falke, kein Adler wird im Notfall im Stich gelassen. Dafür sorgt die Greifvogel- und Eulenschutzstation in Linz-Ebelsberg.

Sabine Riemer mit einem ihrer Schützlinge. (Foto: Lichtenauer)
Sabine Riemer mit einem ihrer Schützlinge. (Foto: Lichtenauer)

„Die Gefahren, die auf Greifvögel lauern, sind vielfältig“, erklärt Sabine Riener, die sich in der Schutzstation des Naturschutzbundes um die verletzten Tiere kümmert. So werden Falken Opfer von Autos, Sperber fliegen gegen für sie nicht sichtbare Glasscheiben oder Uhus verletzen sich bei der Jagd. Dazu kommen noch Jungtiere, die von ihren Eltern verlassen werden.

Manche Tiere bleiben immer Gäste

„Besonders im Frühling und im Sommer betreuen wir viele Patienten, im Winter ist es wesentlich ruhiger“, erklärt die aus Enns stammende Greifvogel-Expertin Riener. Doch nicht jeder der tierischen Pfleglinge kann wieder fit für die Freiheit gemacht werden. Riener: „Unser Ziel ist immer die Auswilderung. Doch manche Blessuren sind zu stark und die Tiere bleiben für immer unsere Gäste.“ Um das Ziel – die Rückkehr in die Wildnis – zu erreichen, wird darauf geachtet, dass sich die gefiederten Jäger nicht zu sehr an die Menschen gewöhnen. Wäre dies nämlich der Fall, dann könnten sie in der Natur nicht überleben. „Daher schauen wir auch, dass die Vögel immer mit Artgenossen leben. Das hilft ihnen nach der Freilassung weiter“, erklärt Riener, die noch mit einer Besonderheit aufhorchen lässt: „Unser Steinadler-Pärchen, das leider nicht mehr entlassen werden kann, hat schon erfolgreich gebrütet. Und sein Nachwuchs lebt jetzt im Grenzgebiet von Spanien und Portugal.“


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