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LINZ. Eine neue, digitale Lösung um negative Auswirkungen auf das Linzer Stadtklima vorzubeugen haben die Stadt Linz und AIT Austrian Institute of Technology vorgestellt.

Auch die kleinen Bäume wirken sich positiv auf das Klima am Hauptplatz aus. (Foto: Tips/Stadler)
Auch die kleinen Bäume wirken sich positiv auf das Klima am Hauptplatz aus. (Foto: Tips/Stadler)

Als eine von insgesamt vier Städten hat Linz an dem EU-Forschungsprojekt Clarity teilgenommen. „Bei uns war der Schwerpunkt die Erhitzung in den Städten“, erklärt Umweltstadträtin Eva Schobesberger. Zuerst wurde die Lage in Linz anhand verschiedenster Daten analysiert. Dabei spielen sowohl Daten wie Temperatur und Niederschlag als auch die Stadtentwicklung eine Rolle. Denn: Linz wächst. „Es dehnt sich aber nicht aus. Daher kommen mehr Leute auf die gleiche Fläche. Es muss also verdichtet werden“, so Denis Havlik, Forscher des AIT. Dies bedeutet mehr Hitzespeicher. Auf dieser Basis wurde ein Modell entwickelt, dass den Einfluss von Maßnahmen relativ schnell und günstig berrechnen kann. Ein Zwischenergebnis davon sorgte bereits für Aufsehen: So könnte die gefühlte Temperatur am Hauptplatz mit nur neuen großen Bäumen um bis zu 22 Grad über den Tag verteilt gesenkt werden. Doch auch kleinere Bäume haben schon eine Wirkung: „Solche Maßnahmen haben eine kleinere Wirkung, aber sie haben eine Wirkung“, kommentiert Tanja Tötzer, Forscherin des AIT, die derzeitige Begrünung des Hauptplatzes. Auch für die Tabakfabrik und die Grüne Mitte wurden bereits Analysen mit dem Tool angestellt. Derzeit sind die Berechnungen jedoch nur grob möglich.

Programm ausweiten

„Das Ziel wäre, das in höherer Auflösung für Linz auszuweiten“, erklärt Schobesberger. Dies habe den Vorteil dass künftig auch für kleinere Projekte, für die normalerweise keine Klimastudie notwendig ist, relativ rasch und günstig die Auswirkung von Klima-Maßnahmen geprüft werden könnte. Bei größeren Projekten würde das Tool eine vorprüfung möglich machen. „Bei Großprojekten macht es aber nach wie vor Sinn, wenn man eine Detailstudie macht“, so Tötzer. Diese könne auch auf komplexere Wechselwirkungen eingehen.


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