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LINZ/LEONDING. Für Kritik sorgt die neu gebaute Unterführung Untergaumberg: Für Radfahrer gleicht diese nun einem Hindernisparcours.

Eine steile Stiege mit schwer manövrierbarer Radrinne ersetzt nun eine Rampe. (Foto: Radlobby OÖ)
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Der viergleisige Westbahnausbau macht auch die Umgestaltung von Unterführungen notwendig. Dies bedeutet jedoch nicht immer eine Verbesserung. So zum Beispiel wurden bei der Unterführung Untergaumberg an der Stadtgrenze zwischen Linz und Leonding Radfahrer kaum berücksichtigt. Diese ist jedoch eine der wenigen Möglichkeiten für den Rad- und Fußgängerverkehr, in diesem Bereich zu queren. „Anstatt endlich zu ermöglichen, dass Radfahrer unkompliziert und ohne absteigen zu müssen von einer Straßenseite auf die andere gelangen, ist die Durchquerung mit dem Umbau sogar erschwert worden“, halten Helge Langer, Klubobmann der Grünen Linz, und Sven Schwerer, Umweltstadtrat in Leonding, nach einem Lokalaugenschein fest. „Vorher konnte man dort an einer für den Radverkehr wichtigen Hauptroute auch mit dem Rad queren, jetzt ist es nur mehr mit dem Lift oder über eine neu errichtete, extrem steile Stiege möglich“, kritisiert auch Gerhard Fischer von der Radlobby.

Fahrradrinne statt Rampe

Auf der Nordseite ist die Rampe in die Unterführung verschwunden und durch eine Stiege inklusive steiler Fahrradrinne ersetzt worden, die den Transport des Zweirades deutlich erschwert. Zusätzlich gibt es einen Lift, der mit einem Ausmaß von rund 3,5 Quadratmetern für Fahrräder, Kinderwägen, Rollatoren oder Rollstühle nur bedingt Platz bietet. „Den Radverkehr hier derartig auszubremsen kommt einem Schildbürgerstreich gleich“, sind sich Radlobby, Langer und Schwerer einig. „Während Linz und Leonding immer mehr zusammenwachsen, werden künstliche Barrieren geschaffen, wenn es darum geht, mit dem Rad die Stadtgrenze zu überqueren. Hier ist eine große Chance ausgelassen worden. Es muss doch darum gehen, Verbesserungen möglich zu machen, anstatt den Status Quo sogar noch zu verschlechtern, um die Verknüpfung zwischen Öffis und Fahrrad so einfach wie möglich zu machen.“


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