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Online Redaktion, 01.11.2020 08:02

OÖ. Ab 1. November gilt in Österreich wieder die situative Winterausrüstungspflicht - das bedeutet, bei Schnee, Matsch oder Eis müssen auf allen Rädern Winterreifen montiert sein. Dies gilt nicht nur für Pkw und Klein-Lkw bis 3,5 Tonnen, sondern auch für Mopedautos.

 (Foto: ÖAMTC/isp-grube.de)
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„Mit dem Reifenwechsel sollte nicht auf den ersten Schneefall gewartet werden. Bereits Morgenfrost kann für eisglatte Straßen sorgen“, empfiehlt Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner.

„Winterreifen zeigen bereits ab 7 Grad einen besseren Grip als Sommerreifen. Das wirkt sich beim Bremsen und in Kurvenlagen besonders aus. Auf Schnee kann der Bremsweg mit Sommerreifen sogar doppelt so lang sein als mit Winterreifen“, weiß der Cheftechniker des ÖAMTC Oberösterreich, Manfred Schöberl.

Mit heutigem 1. November, gilt wieder die situative Winterausrüstungspflicht. Bei Schnee, Matsch oder Eis müssen auf allen Rädern Winterreifen montiert sein. Dies gilt nicht nur für Pkw und Klein-Lkw bis 3,5 Tonnen, sondern auch für Mopedautos.

Bei winterlichen Fahrverhältnissen ist eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern vorgeschrieben. Gesetzeskonforme Winterreifen erkennt man an der „M+S“-und/oder einer Schneeflocken-Kennzeichnung.

Strafen drohen

Wer sich nicht an die Winterreifenpflicht hält oder mit abgefahrenen Reifen unterwegs ist, muss mit einer Verwaltungsstrafe rechnen (Organmandat in Höhe von etwa 50 Euro). Werden andere Verkehrsteilnehmer durch falsche Bereifung gefährdet, reicht das Strafmaß theoretisch bis zu 5.000 Euro. Passiert ein Unfall und man hat auf winterlicher Fahrbahn Sommerreifen montiert, muss – neben den Unfallfolgen – mit weiteren Unannehmlichkeiten gerechnet werden, etwa mit Problemen mit der Versicherung.

Winterfit: Betrifft nicht nur Reifen

Pkw-Lenker/innen sind verpflichtet, ihr Fahrzeug winterfit zu machen. Dies betrifft aber nicht nur die Autoreifen. „Es ist auch ratsam, eine Grundausstattung an hilfreichen Utensilien für die kalte Jahreszeit in den Wagen zu räumen. Schneebesen und Eiskratzer sind wichtige Utensilien. Auch ein Türschlossenteiser kann hilfreich sein“, empfiehlt Landesrat Günther Steinkellner.

Wintercheck machen

Generell schadet ein Wintercheck beim Fahrzeug nicht. Gerade altersschwache Batterien sind Pannenursache Nummer 1, so der ÖAMTC-Experte. „Aber auch die Frostsicherheit von Scheibenwaschanlage und Kühlsystem sollte unbedingt überprüft werden.“


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