Erfolgreiches Jahr 2020 für Energie AG
LINZ. Trotz Corona-Krise konnte die Energie AG in ihrer Bilanz für das Geschäftsjahr 2020 ein Plus einfahren. Zudem erfolgte der Spatenstich für einen Zubau zum PowerTower.

„Wir sind Oktober 2019 bis Februar sehr gut unterwegs gewesen“, schildert Energie AG-Generaldirketor Werner Steinecker. Doch dann kam Corona. „Corona hat uns 20 Millionen Euro gekostet.“ „Der Stromverbrauch ist in Österreich um zehn bis 15 Prozent zurückgegangen“, so Vorstandsdirektor Andreas Kolar. Speziell bei Großabnehmer sei der Verbrauch mit der Krise auf ein allzeit Tief gesunken. Aber: Ein Teil davon – rund sieben Millionen Euro – konnte wieder gut gemacht werden. „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir sehr rasch reagiert haben“, so Steinecker. Dies führt er auch auf gute Vorbereitung zurück: „Wir haben 2012 erstmals ein Krisenszenario hinterlegt, dass ‚Pandemie‘ heißt.“
Konzernergebnis verdoppelt
„Trotz dieser zwei unterschiedlichen Halbjahre ist es uns gelungen, ein respektables Ergebnis zu erzielen“, ist Kolar erfreut. Insgesamt konnte der Konzernumsatz sogar gesteigert werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete der Energie AG Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 1.843,7 Millionen Euro (Vorjahr: 1.813,4 Millionen Euro). Die Hauptursache für den Anstieg der Umsatzerlöse war, dass erstmals nach der Bündelung des Vertriebs Bilanz über ein ganzes Geschäftsjahr gezogen werden konnte. Das Konzernergebnis verdoppelte sich sogar auf 147,7 Millionen Euro (Vorjahr: 73,0 Millionen Euro). Dabei sei jedoch festzuhalten, dass das Geschäftsergebnis des Vorjahres durch zwei Sondereffekte – darunter der Wertminderung von Netzanlagen um 109,3 Millionen Euro – wesentlich beeinflusst wurde.
Trockener April, nasser September
Auch die Wetterextreme des Jahres 2020 hat die Energie AG gut weggesteckt. So war der April 2020 extrem trocken. Für die Produktion von Strom aus Wasserkraft unvorteilhaft, aber: „der Rekordmonat für Photovoltaik“, so Vorstandsdirektor Stefan Stallinger. Hier konnte im April ein Plus von 40 Prozent verzeichnet werden. Zudem konnte das Minus bei der Wasserkraft über das Jahr gesehen wieder ausgeglichen werden. „Der September war eher nass. Insgesamt war es ein durchschnittliches Wasserjahr“, resümiert Stallinger.
Stabiles A-Rating
Die Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 2020 197,2 Millionen Euro und lagen damit um 7,5 Prozent unter dem Vorjahr. Der größte Anteil daran entfiel auf das Segment Netz (48 Prozent) sowie auf das Segment Holding & Services (28 Prozent), in dem der Smart Meter Rollout und der Ausbau des Lichtwellenleiternetzes enthalten sind.„Unsere Hausaufgaben sind gemacht. Wir schauen durchaus optimistisch in die Zukunft.“ So wurde die Bonität des Energie AG Konzerns auch 2020 durch Standard & Poor‘s erneut mit dem Gütesiegel „A mit stabilem Ausblick“ bestätigt. Ein weiteres Zukunftsprojekt ist der Zubau zur Firmenzentrale in Linz. (Mehr unter www.tips.at/n/523450)


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