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WIEN/OÖ. Silvester steht vor der Tür, mit Lockdown wird der Jahreswechsel heuer aber deutlich anders ausfallen. Partys sind untersagt, die Polizei wird zum Jahreswechsel verstärkt kontrollieren. Auf öffentliche Feuerwerke wird verzichtet. Innenminister Karl Nehammer ruft auch zum Verzicht von privaten Silvester-Knallereien auf, um Gesundheitseinrichtungen zu entlasten. Ein generelles Feuerwerks-Verbot gibt es nicht, aber es gilt das Pyrotechnikgesetz.

Keine öffentlichen Feuerwerke dieses Jahr (Foto: Volker Weihbold)
Keine öffentlichen Feuerwerke dieses Jahr (Foto: Volker Weihbold)

Das Verwenden von Feuerwerksartikeln ist im Pyrotechnikgesetz geregelt. Grundsätzlich besteht auch zu Silvester ein Verbot der Verwendung von Pyrotechnik im Ortsgebiet, außer der Ortschef würde eine Genehmigung erteilen, was nicht zu erwarten ist.

Erlaubt sind nach dem Pyrotechnikgesetz auch im Ortsgebiet Kleinfeuerwerke der Kategorie F1 wie Sprühkerzen oder Knallfrösche. Außerhalb der Ortsgebiete dürften auch handelsübliche Raketen der Kategorie F2 abgeschossen werden.

Zu Silvester gilt in Österreich aber ein Lockdown, wonach das Verlassen des eigenen Wohnbereichs nur aus bestimmten Gründen erlaubt ist. „Auf öffentlichen Grundstücken“ zu Silvester Feuerwerk zu zünden, zähle nicht zu den Gründen, zitieren die OÖN das Gesundheitsministerium.

Appell: Auf Feuerwerk verzichten

Gemeindebundpräsident Alfred Riedl und Innenminister Karl Nehammer appellieren, auf Feuerwerke auch außerhalb des Ortsgebietes zu verzichten. „Dieses Jahr stellt an den Jahreswechsel und wie wir ihn gewöhnlich begehen besondere Anforderungen. Verzichten wir auf Feuerwerke und reduzieren damit Verletzungen. Damit können wir auf einfache Weise dazu beitragen, das medizinische Personal in den Krankenhäusern und Notaufnahmen zu entlasten“, so Nehammer.

„Den Jahreswechsel verbringen wir dieses Mal im strengen Lockdown. Aus diesem Grund appellieren wir an die Eigenverantwortung und den Hausverstand der Menschen, sich dieses Mal beim Feuerwerk zurückzuhalten. Damit schützen wir unsere Gesundheit und schonen die Umwelt“, betont auch Riedl.

Polizei verstärkt im Einsatz

Laut Nehammer wird die Polizei zu Silvester verstärkt im Einsatz sein „und auch die Einhaltung der Bestimmungen des Pyrotechnikgesetzes überwachen“. Österreichweit würden knapp 4.000 Polizisten in der Silvesternacht im Einsatz sein. Übertretungen nach dem Pyrotechnikgesetz - wie die gesetzeswidrige Verwendung von Raketen im Ortsgebiet - stellen grundsätzlich eine Verwaltungsübertretung dar und werden mit einer Geldstrafe bis zu 3.600 Euro bestraft.

Oberösterreichs Polizeichef Andreas Pilsl verweist zudem auf die verstärkte Kontrolle der geltenden Ausgangsbeschränkungen.


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