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Online Redaktion, 08.01.2021 14:55

WIEN/OÖ/NÖ. Nach Kritik an der Organisation der Corona-Impfungen bekommen nun die Bundesländer die Verantwortung für die Verimpfung der Dosen übertragen. Der Bund werde diese lediglich liefern. So das Ergebnis einer Videokonferenz zwischen Bund und Ländern heute.

Symbolfoto (Foto: LookerStudio/Shutterstock.com)
Symbolfoto (Foto: LookerStudio/Shutterstock.com)

Mehrere Länder mit ÖVP-Führung hatten gefordert, dass die Länder die Verimpfung selbst übernehmen sollten, die Organisation durch den Bund wurde als zu bürokratisch kritisiert.„Wir haben heute gemeinsam vereinbart, dass die Beschleunigung der Impfstrategie weiter intensiviert wird. Beim Impfen zählt jeder Tag. Komplizierte Prozesse, unnötige Lagerung und Bürokratie dürfen dem nicht im Weg stehen. Ich danke den Ländern für den Austausch und den Einsatz in den letzten Tagen für einen raschen Impfstart in ihren Bereichen. Es ist jetzt wichtig, dass ältere Personen über 80 und vulnerable Gruppen rasch Zugang zur Impfung bekommen“, so Bundeskanzler Sebastian Kurz in einer Stellungnahme nach der Sitzung.„Bund und Länder sind bestrebt, so rasch wie möglich zu impfen und nichts in Lagern liegenzulassen. Als Bundesländer nehmen wir gerne die Koordinierung der Impfdosen, die wir bekommen, in die Hand“, so der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, der mit heutigem 8. Jänner den Vorsitz der Landeshauptleute-Konferenz übernommen hat.Gemeindebund bietet Unterstützung anUm die Impfstrategie des Bundes rasch und flächendeckend umzusetzen, brauche es einen Schulterschluss auf allen Ebenen. Gemeindebund-Präsident Bürgermeister Alfred Riedl hat aus diesem Grunde im Zuge der Landeshauptleute-Konferenz am Freitag auch beim Thema Impfen Unterstützung der Gemeinden bei der direkten Information der Bevölkerung über Impfmöglichkeiten angeboten. „In den Gemeinden leisten wir seit Beginn der Pandemie einen wichtigen Beitrag als Kommunikationsdrehscheibe. Gerade bei der Impfkoordination ist eine rasche und bürgernahe Kommunikation Gebot der Stunde und kann Leben retten“, so Riedl. Die rasche Umsetzung des Corona-Impfplans sei eine große logistische Herausforderung, die alle Gebietskörperschaften fordere.


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