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Ö. Der seit 26. Dezember in Österreich geltende harte Lockdown wird erneut verlängert, und zwar bis 8. Februar. Die erhöhte Ansteckungsgefahr durch die mittlerweile auch in Österreich festgestellte Virus-Mutation B117 erfordere es zudem bei den Maßnahmen nach zu schärfen.  

Tags zuvor fand ein Treffen zwischen Mitgliedern der Bundesregierung und der Sozialpartner statt (v. l.): Bundesministerin Margarete Schramböck, Vizekanzler Werner Kogler, Bundeskanzler Sebastian Kurz und Bundesminister Gernot Blümel. (Foto: BKA/Christopher Dunker)

So wächst der allseits bekannte Babyelefant auf 2 Meter Abstand an, statt wie bisher 1 Meter.

Zudem wird dringend das Tragen einer FFP2-Maske in allen Bereichen empfohlen, ab 25. Jänner ist diese im Bereich Öffentlicher Verkehr und im Handel dann auch verpflichtend. „Der Mundnasenschutz ist gut, aber die FFP2-Maske mit einer Filterwirkung von 92 Prozent massiv besser“, betont Gesundheitsminister Rudi Anschober. Im Handel ist die FFP2-Maske für Kunden verpflichtend, Mitarbeiter können zwischen einer Testung und Mundnasenschutz oder einer FFP2-Maske wählen. Erhältlich sind die FFP2-Masken unter anderem in Supermärkten zum Selbstkostenpreis. Personen in schwierigen sozialen Lagen werden die Masken gratis zur Verfügung gestellt.

Ein Öffnen von Handel, körpernahen Dienstleistern und Museen soll dann ab 8. Februar erfolgen.   Auch die Schulen werden entgegen aller Ankündigungen bis zu den Semesterferien im Distance-Learning bleiben. Für Wien und Niederösterreich bedeutet das, dass der Präsenzunterricht mit 8. Februar starten soll, in allen anderen Bundesländern erfolgt der Schulstart aufgrund der Semesterferien eine Woche später am 15. Februar.

Weiter gedulden müssen sich Gastronomie und Tourismus. Spätestens Mitte Februar will man eine Entscheidung treffen, eine Öffnung noch im Februar sei aus heutiger Sicht aber unwahrscheinlich.

Betriebe werden gebeten, wo möglich auf Home-Office zu setzen.

„Bis Sommer werden wir zur Normalität zurück kommen“

Die Maßnahmen wurden nach tagelangen Beratungen mit Experten, Regierungschefs innerhalb und außerhalb der EU, Sozialpartnern und Landeshauptleuten bekannt gegeben.

„Es ist in unserer Verantwortung, notwendige Entscheidungen zu treffen, auch wenn wir es selbst schon alle satt haben“, gibt Bundeskanzler Sebastian Kurz zu. Trotz schwieriger Planbarkeit, vor allem im Hinblick auf die deutlich ansteckendere Virusmutation aus Großbritannien und Südafrika, wolle er aber den Versuch wagen, eine Vorausschau zu geben.

„Bis zum Sommer werden wir zur Normalität zurück kommen“, verspricht Kurz. Ab dem Zeitpunkt, wo die über 65-Jährigen geimpft seien, werde eine Überlastung der Spitäler wesentlich weniger leicht eintreten. Auch die Ansteckungszahlen könnten dann deutlich höher sein, ohne dass eine Katastrophe eintrete.

Der zeitliche Ablauf hänge von den zugelassenen Impfstoffen ab. „Mit den derzeit zugelassenen Impfstoffen und den abgeschlossenen Liefervereinbarungen können wir bis spätestens Anfang Mai allen über 65-Jährigen eine Impfung anbieten. Wird auch die Astrazeneca-Impfung zugelassen, können wir schon bis Ende März allen über 65-Jährigen eine Impfung anbieten. Je nach Zulassung werden wir also im April, spätestens aber im Mai, in eine Phase kommen, wo wir der Normalität deutlich näher sind als heute. Bis Sommer sollte dann die vollkommene Normalität eingetreten sein, davon bin ich überzeugt“, so Kurz.  


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