"Papercraft hat schon fast was Meditatives"
LINZ. „Papercraft ist wie 3D-Puzzeln, nur viel cooler“, beschreibt Simon Leckner seine Leidenschaft. Noch bis Ende Februar gibt‘s seine Do-It-Yourself-Papierfiguren im Pop-Up-Store des Innovationshauptplatzes zu sehen.

„Aus Papierbögen eine dreidimensionale Figur zu basteln, das Wachsen bis zum Endprodukt zu verfolgen, hat schon fast was Meditatives an sich. Ich kann es nur empfehlen“, erzählt der Linzer, der hinter „Simons Papercraft“ steckt. „Auch wenn die Bastelzeit von einer bis zwölf Stunden oft Personen abschreckt, ist es dennoch die Möglichkeit, von dem ganzen Trubel abzuschalten, sich ein gutes Hörbuch reinzuziehen und vor sich hin zu schnibbeln.“
Papercraft ist laut Simon Leckner ein eher junges Phänomen, das seinen Ursprung in Japan hat. „Dort gibt es schon eine riesige Community von Hobby-Bastlern und -Designern. Ich dagegen bin nach eigenen Recherchen in Österreich der Einzige, der sowas in diesem Stil macht.“
Pop-Up-Store bis Ende Februar
Was genau das ist, erfährt man noch bis Ende Februar im Pop-Up-Store am Hauptplatz. Neben allen 30 DIY-Modellen, die es auch zu kaufen gibt, kann man dem Fast-30-Jährigen beim Live-Basteln zusehen und sich Tipps und Tricks abholen. Die Figuren designed der Linzer übrigens alle selbst, vom Prototypen bis zur Endversion, „das kann zwischen 20 und 80 Stunden Arbeitszeit bedeuten, je nach Komplexität des Modells.“
Simon Leckner selbst kam durch einen ehemaligen Arbeitskollegen zum Papercraften. „2015 kaufte ich mir meine erste Vorlage und bastelte freudig vor mich hin. Ich fühlte mich in meine Kindheit zurückversetzt, da ich schon damals basteln, Puzzle, Dominos liebte, und gerne alleine vor mich hin spielte“, erzählt der Linzer.
Während seiner Ausbildung zum Volksschullehrer bekam er dann einen Einblick in die klassischen Bastelgeschenke der Kinder für Muttertag, Weihnachten und Co. „Um den Kindern mal etwas anderes zu bieten, wagte ich den Schritt, meine eigenen 3D-Puzzles eigens für Volksschüler zu gestalten. Entstanden ist ein Herz im Bilderrahmen. Die Kinder waren begeistert, da sie so etwas nicht kannten. Das gab mir den Ansporn, mehr zu produzieren, mehr zu gestalten, für jeden Anlass, für Jung und Alt.“
Sein Traum wäre es natürlich einmal mit „Simons Papercraft“ durchzustarten, „noch bin ich hauptberuflich allerdings Student. Immer wenn eine Abgabe ansteht, entsteht wieder eine neue Figur“, schmunzelt der Linzer.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden