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OÖ. Am 26. Februar 2020 fuhr das OÖ. Rote Kreuz die Stäbe hoch, um effizient zu handeln und situationsbedingt auf eine sich ständig ändernde Lage zu reagieren. Die coronabedingte Ausnahmesituation wurde zum Alltag. Dank des überdurchschnittlichen Engagements der mehr als 24.000, überwiegend freiwilligen, Mitarbeiter stellt sich das OÖ. Rote Kreuz ständig neuen Anforderungen und hält seine bisherigen Angebote unter Einhaltung gängiger Hygiene- und Abstandsregeln aufrecht.

Testen, telefonieren, transportieren: Seit 26. Februar 2020 stehen täglich hunderte Mitarbeiter des OÖ. Roten Kreuzes im Corona-Einsatz. (Foto: OÖRK/Schönberger)

Seit Einsatzbeginn nahm das OÖ. Rote Kreuz rund 253.000 PCR-Tests via Drive-In-Teststationen und mobilen Probenentnahme-Teams in den Bezirken ab. Inklusive Antigen-Tests an den landesweiten Teststandorten waren es mehr als 500.000 Testabstriche. Diese Zahl entspricht ungefähr einem Drittel der Einwohner Oberösterreichs. „Es ist uns auch gelungen, rund 6.000 freiwillige Mitarbeiter für den Einsatz bei den Bevölkerungstestungen im Dezember 2020 zu gewinnen“, erklärt OÖ. Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger. Derzeit betreibt das OÖ. Rote Kreuz 15 Drive-In Teststationen, 19 Mobile Test-Teams und ist in jedem Bezirk Oberösterreichs mit Fachpersonal an den Antigen-Teststandorten vertreten.

Das OÖ. Rote Kreuz betreibt zudem leicht zu desinfizierende Covid-Transportfahrzeuge, in Unterstützung mit der Ärztekammer den hausärztlichen Notdienst (HÄND) für Covid-19-Patienten und Personen in Quarantäne, stellte vorgestaffelte Triage-Zelte vor Spitälern und richtete bereits im Frühjahr 2020 Sanitätssammelstellen und Absonderungsquartiere ein. Insgesamt transportierte das OÖ Rote Kreuz mehr als 13.000 möglicherweise oder tatsächlich an Covid-19 erkrankte Patienten sicher ins nächstgelegene Spital.

Die Mitarbeiter der telefonischen Gesundheitsberatung 1450 gelten als zentrale Anlaufstelle in der Corona-Pandemie. Bisher wickelten sie mehr als 305.000 Anrufe ab. Statistisch wählte jeder fünfte Oberösterreicher die Nummer 1450. Das OÖ. Rote Kreuz stellt die Technische Einsatzleitung im Stab des Landes Oberösterreich und ist damit Teil des Covid19-Koordinationsteams.

Um Ungleichheiten in Bildungsfragen aufgrund coronabedingter Schulschließungen entgegenzuwirken, reagierte das Rote Kreuz bereits Anfang 2020 mit der Verstärkung seiner digitalen Angebote auf www.gemeinsam-lesen.at und www.jugendrotkreuz.at. Dazu zählen Lern- bzw. Unterrichtsimpulse, Hilfestellungen mit Info-Paketen, die Gemeinsam-Lesen-App sowie Online-Kurse und Unterlagen zur Radfahrprüfung bzw. Ersten Hilfe.

Trotz Coronakrise ist das Vertrauen in die Mitarbeiter der Mobilen Pflege ungebrochen hoch. 95 Prozent der Klienten und Angehörigen sind mit ihrem Engagement sehr oder eher zufrieden. Zu diesem Resultat kam eine österreichweite Umfrage von 2020, die alle drei Jahre von der Wirtschaftsuni Wien durchgeführt wird.

Weiterhin groß ist derzeit das Interesse, Blut zu spenden. Die landesweit 642 Blutspende-Aktionen waren gut besucht. Mehr als 600 nachweislich an Covid-19 erkrankte und genesene Personen meldeten sich, ihr Plasma für schwer Erkrankte zu spenden.

„Geld, Zeit- und Blutspender verdienen stärkere gesellschaftliche Anerkennung“

Mit Aufkommen der Corona-Erkrankungen gewann das gemeinnützige, zivilgesellschaftliche Engagement massiv an Bedeutung. Immer mehr Menschen engagieren sich freiwillig und aus innerem Antrieb für gemeinsame Anliegen. Damit ermöglichen sie Leistungen, die es sonst nicht geben würde. „Dank des überdurchschnittlichen Engagements unserer Zeit-, Geld- und Blutspender können wir Verantwortung übernehmen“, meint Aichinger und fordert, Stellenwert und Wertschätzung für freiwilliges Engagement weiter zu stärken. „Das, was diese Menschen für uns alle leisten, ist nicht selbstverständlich.“


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