Wochenenden für Moria in Linz gehen weiter

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Die Wochenenden für Moria in Linz gehen weiter. Dabei fordern Aktivisten die Aufnahme Geflüchteter aus Lagern. (Foto: KPÖ Linz)
Wurzer Katharina Wurzer Katharina, Tips Redaktion, 12.04.2021 17:56 Uhr

LINZ. Vergangenen Samstag und Sonntag wurde bereits das 12. Wochenende für Moria in Linz durchgeführt. Mehr als 20 Personen übernachteten in Zelten, um ihre Solidarität mit Geflüchteten zu zeigen. Gestaltet wurde das Camp diesmal von der KPÖ Linz.

Das Protest- und Solidaritätscamp Wochenende für Moria geht weiter. Seit Jänner übernachten Menschen in Zelten an unterschiedlichen Plätzen in der Stadt, um ihre Solidarität mit Geflüchteten in Österreich und der EU zu zeigen. Letztes Wochenende waren es mehr als 20 Personen, die in 13 Zelten auf dem Martin-Luther-Platz übernachteten. Darunter war auch die Linzer KPÖ Gemeinderätin Gerlinde Grünn. Ihre Partei gestaltete diesmal das Camp, das von der Plattform Solidarität OÖ und Seebrücke Linz und Umgebung gemeinsam mit anderen Kooperationspartnern organisiert wird.

Kundgebung und Poetry Slam Beiträge

Am Samstagabend, 10. April, stand eine Kundgebung auf dem Programm, bei der die „unmenschliche Politik der EU und Österreich durch ÖVP und Grüne“ verurteilt wurde. Zu Wort kamen unter anderem der Autor und Regisseur Kurt Palm, der über „gewollte Verbrechen, um Menschen auf der Flucht vor Migration abzuschrecken“ sprach, sowie Katerina Anastasiou. Die Austrogriechin und Mitarbeiterin des europäischen Thinktanks transform!europe stellte die Frage, wer davon profitiert, wenn Grenzen abgeschottet und Geflüchtete mit aller Gewalt in den Lagern gehalten werden. Das Leben der Bevölkerung in Europa und Österreich werde damit weder sicherer noch besser.

Weitere Programmpunkte am vergangenen Wochenende waren Poetry Slam Beiträge von LiRow und Elena Marja, welche die Aufnahme von Menschen aus Lagern forderten, sowie politische Texte der Linzer Rapperin Snessia. Darüber hinaus wurden eine Protestbriefaktion an den Bundes- und Vizekanzler sowie eine Lichtprojektion durchgeführt. Mit gesammelten Geldspenden können die Hilfsorganisationen SOS Balkanroute und Stand by me Lesvos mit je 500 Euro unterstützt werden.

Verein Zu-Flucht gestaltet kommendes Wochenende

Das 13. Wochenende für Moria wird vom Linzer Verein Zu-Flucht. FlüchtlingsHilfeLinz gestaltet und auf dem Domplatz durchgeführt. Am Samstag, 17. April, werden der Politiker Joe Weidenholzer, Statements von geflüchteten Menschen und Musik von Zahra Almadfai auf der Querflöte sowie Fadi Alrahil erwartet. Nach der Mahnwache wird die Möglichkeit geboten, mit geflüchteten Menschen ins Gespräch zu kommen. Um 21 Uhr wird live zu anderen Protestcamps geschaltet. Am Sonntag, 18. April, steht ab 10.30 Uhr eine zweite Mahnwache, unter anderem mit Beiträgen von Kabarettist Günther Lainer und Autor Kurt Mitterndorfer, auf dem Programm.

Wer auf dem Domplatz übernachten möchte, benötigt eine eigene Ausrüstung wie ein Zelt mit Isomatte und Schlafsack sowie eine FFP2-Maske und einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

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