Sternsingeraktion 2021: Mehr als drei Millionen Euro aus OÖ gesammelt

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Bei der Sternsingeraktion 2021 wurde auf Masken und Abstand gesetzt. (Foto: Daniel Ongaretto- Furxer)
Wurzer Katharina Wurzer Katharina, Tips Redaktion, 20.04.2021 13:16 Uhr

LINZ/OÖ. Bei der Sternsingeraktion 2021 wurden oberösterreichweit drei Millionen Euro gespendet. Das ist ein Rückgang um 18,43 Prozent, informiert die Katholische Jungschar der Diözese Linz. Das Geld soll an Menschen in Partnerländern der Dreikönigsaktion gehen.

In ganz Österreich wurden bei der Sternsingeraktion 2021 13,4 Millionen Euro gespendet. Mehr als drei Millionen Euro davon kommen aus Oberösterreich. „Österreichs Pfarren – Kinder, Jugendliche und Erwachsene – und unsere Spenderinnen und Spender haben gezeigt, wie viel ihnen die Sternsingeraktion bedeutet und die Hilfe unter gutem Stern gerettet, auch wenn die Vorzeichen mit Pandemie und Weihnachtslockdown nicht schlechter sein konnten“, sagt Teresa Millesi, Vorsitzende der Katholischen Jungschar. Sie sei zufrieden, da mit einem stärkeren Rückgang gerechnet wurde. Im Vergleich zum Vorjahr wurden um 18,43 Prozent weniger gespendet. „Es ist großartig, was die Pfarren mit viel Engagement und Kreativität geleistet haben. Danke an alle, die sich beteiligt haben und die Aktion auf vielfältige Weise mit viel Rücksicht durchgeführt haben“, ergänzt Cosima Spieß, Vorsitzende in der Diözese Linz.

Fehlende Arbeit und Einkommensmöglichkeiten

Das gesammelte Geld soll Menschen in Partnerländern der Dreikönigsaktion zugutekommen. Wie in Österreich hat die Pandemie auch dort kurzfristig angekündigte Lockdowns mit sich gebracht, Millionen von Arbeitenden im informellen Sektor verloren ihre Einkommensquelle. In Indien fanden beispielsweise tausende Wanderarbeiter keine Arbeitsmöglichkeiten mehr, der Heimweg mit öffentlichen Transportmitteln war ebenfalls nicht möglich. Unterstützungsprogramme von Seiten der Regierung wie eine Kurzarbeitsregelung oder Umsatzentschädigung sind im Globalen Süden kaum vorhanden.

Kinderarbeit steigt erstmals seit 20 Jahren an

Das wirkt sich auch auf Kinder aus. Laut Diözese Linz hätten viele kein digitales Endgerät oder Zugang zu funktionierendem Internet. Es bestehe gar die Gefahr, dass diese Kinder und Jugendlichen nicht mehr ins Regelsystem zurückkehren würden, weil sie inzwischen andere Aufgaben wie Erwerbsarbeit für die Familie übernommen hätten. Die Pandemie mache Erfolge im Kampf gegen Kinderarbeit zunichte. Laut einer Ilo/Unicef- Studie steige die Zahl arbeitender Kinder erstmals seit 20 Jahren wieder an. Zu Ostern startete die Dreikönigsaktion daher die Kampagne kinderarbeitstoppen.at. Bis zum 12. Juni, dem Internationalen Tag gegen Kinderarbeit, werden weltweit Aktionen durchgeführt, um auf die Ausbeutung von Kindern aufmerksam zu machen. Gefordert wird etwa ein Lieferkettengesetz, das garantieren soll, dass in Österreich verkaufte Produkte frei von Kinderarbeit sind. „Gerade in dieser schwierigen Situation ist der durch Corona bedingte Spendenrückgang natürlich sehr bedauerlich. Wir haben bereits im Herbst 2020 gemeinsam mit unseren Projektpartnern und Partnerinnen begonnen, an Einsparungsmöglichkeiten zu arbeiten, damit Gutes in diesem Jahr auch mit Wenigem bewirkt werden kann. Ich persönlich hoffe, dass wir uns aus der eigenen Betroffenheit heraus mehr der Solidarität für andere besinnen. Unsere Online-Sternsingerkassen bleiben natürlich das ganze Jahr über unter sternsingen.at geöffnet“, schließt Millesi.

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