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OÖ/BEZIRK. Unter der Dachmarke „Mobil ans Ziel“ vereint das Land OÖ erstmals die wichtigsten Mobilitätsprojekte. Einer der Handlungsschwerpunkte ist es, die Verkehrsmittel bestmöglich zu kombinieren. Dafür notwendig sind unter anderem Park-and-Ride-Stellplätze. Davon wurden in den vergangenen Jahren rund 2.500 gebaut, weitere Projekte sind in der Pipeline.

  1 / 3   Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner und Klubobmann LAbg. Ing. Herwig Mahr bei der P&R-Anlage „Trauner Kreuzung“ (Foto: Land OÖ/Kauder)

Mit dem Auto bis zum nächstgelegen Bahnhof fahren, parken und dann weiter mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Zielort. Bereits jetzt ist dieses Konzept für viele Pendler der tägliche Weg zur Arbeit. Um den Umstieg zu ermöglichen, wurden dafür in den vergangenen fünf Jahren rund 2.500 PKW-Stellplätze und den rund 2.500 Zweiradstellplätze (Mofa und Rad) in Oberösterreich geschaffen.

Unterschiedliche Konzepte – gleicher Nutzen

Zum einen gibt es die klassischen Park-and-Ride-Anlagen um vom Auto in öffentliche Verkehrsmittel (z.B. Bahn, Bim oder Bus) zu können. Die gleiche Zielsetzung hat das Konzept Park-and-Drive – also Parken und Mitfahren – um Fahrgemeinschaften zu ermöglichen.

Ebenfalls verwandt ist das Konzept Bike-and-Ride – also das Fahrrad abzustellen und weiterzureisen. Zum Beispiel mit dem E-Fahrrad einfach und unkompliziert zur Haltestelle und von dort weiter mobil ans Ziel.

26 Millionen Euro für Stellplätze

Alleine das Volumen der vertraglichen Park-and-Ride bzw. Bike-and-Ride-Anlagen beziffert sich in diesen fünf Jahren auf rund 26 Millionen Euro, wovon 6,6 Millionen Euro aus Landesmitteln stammen (entweder direkt oder über die Schiene OÖ GmbH). Hinzukommen noch viele weitere Anlagen, die in Zusammenarbeit mit der Straßenmeisterei und den Gemeinden geschaffen wurden. Dabei handelt es sich oft um Stellflächen, die als Park-and-Drive genutzt werden oder im Nahbereich einer Bushaltestelle den gleichen Nutzen erfüllen.

5.000 Stellplätze gebaut

Die P&R-Standorte Grieskirchen, Kremsmünster Mauthausen, Pregarten, Reichraming, Schwertberg, Steyregg, Traun, Viechtwang und im Speziellen diverse Radanlagen an der Donauuferbahn sind nur einige weitere geplante Vorhaben. Ebenfalls in Planung sind der Ausbau der Park-and-Drive Anlagen an den Standorten Allhaming und Kefermarkt (an der A1 bzw. S10) und der Neubau einer solchen Anlage in Enns Ost. Hier sollen insgesamt nochmals rund 90 Zusatzplätze entstehen.

300 Stellplätze für Park-and-Drive

Im Bereich Park-and-Drive konnten mit der Asfinag gemeinsam rund 300 Stellplätze errichtet und eröffnet werden. Dabei handelt es sich um Anlagen in Eberstalzell, Enns West, Grünbach/Sandl, Kefermarkt und Meggenhofen, wie auch um die Park-and-Ride Anlage Freistadt Süd, wo ein Teil der Plätze explizit für Fahrgemeinschaften, also Park-and-Drive gebaut wurde. In Summe wurden mehr als 415.000 Euro seitens des Infrastrukturressorts für diese Art der Stellflächen aufgewandt und damit ein Volumen von über 680.000 Euro bewegt.

Bei Fällen des Park-and-Drive oder des Pendlerparkplatzes wird mit der Asfinag oder den Gemeinden zusammengearbeitet.

Gute Standorte sind schwer zu bekommen

„Ein Problem, das sich bei Projekten immer wieder zeigt, ist die Frage der Grundverfügbarkeit. Gerade Flächen in Bahnhofsnähe sind meist sehr interessante und teure Immobilien“, schildert jedoch Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner. Die Eigentümer haben daher aus wirtschaftlichen Interessen gerade in hochpreisigen Gegenden wenig Interesse an einem Verkauf zum Zwecke eines Park-and-Ride-Platzes. „Die Entscheidungen, die wir heute treffen, sind wegweisend dafür, wie kommende Generationen leben. Das Ziel ist klar: Durch nachhaltige Projekte langfristig Lebensqualität sichern und auf dem Gebiet der umweltfreundlichen Mobilität eine Vorreiterrolle einnehmen“, so Steinkellner.


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