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LInz. Im Zuge der aktuellen Turmhelmsanierung am Linzer Mariendom wird auch die Turmuhr einer umfassenden Generalüberholung unterzogen.

  1 / 2   Günther Köstner, Geschäftsführer der Firma Köstner in Engelhartszell, beim Ausbau der Turmuhrzeiger. (Foto: Mariendom Linz)

Die Sanierung der Turmuhr wird von der Firma Köstner (Engelhartszell) durchgeführt und soll bis Mitte September 2021 abgeschlossen sein. Die erstmals am 17. Juli 1909 mittags in Betrieb gesetzte Uhr zählt mit einem Zifferblatt-Durchmesser von 4,20 Meter zu den größten Kirchturmuhren Österreichs. Angebracht in rund 55 Meter Höhe ist sie weit in der Stadt Linz sichtbar. Die aktuelle Sanierung gliedert sich in zwei Bereiche.

Antriebstechnik im Turminneren

Über vier lange Antriebswellen mit Kronenzahnrädern werden die vier Zeigerpaare synchron und elektrisch seit der Entstehungszeit angetrieben. Die Lagerung der bis zu sieben Meter langen Antriebswellen wird teilweise erneuert. Nach außen werden die alten und zum Teil stark korrodierten Zeigerwellen durch Nirosta-Stahl ersetzt. Durch den jahrzehntelangen Betrieb entstand im Laufe der Zeit eine Abnutzung der mechanischen Stahlwellen, was zu vermehrtem Spielraum in den Getriebebereichen geführt hat. Dies wird im Zuge der Sanierung behoben. Auch die kleinen äußeren Stahlbalkone zur Zeigerwartung und -justierung werden restauriert.

Haltbarkeit bis 100 Jahre

Die vier Ziffersätze mit den römischen Stundenzahlen sowie die Stunden- und Minutenzeigerpaare – mit der größten Länge von über zwei Meter – sind aus massivem Stahlblech mit einer Vergoldung gefertigt. Die Verschraubung ist im Laufe der Zeit korrodiert und wird nun durch Nirosta-Schrauben wieder neu befestigt. Auch die verwitterte und matt gewordene Vergoldung wird dabei erneuert.

Die seit Jahrhunderten bewährte traditionelle Vergoldung der Turmuhren hat sich mit einer Haltbarkeit von 80 bis 100 Jahren als die dauerhafteste Methode erwiesen.


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