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Gebuchte Impftermine nicht wahrgenommen: Niedermoser fordert Debatte über Strafen

Karin Seyringer, 07.07.2021 13:17

OÖ. Knapp 1,3 Millionen Corona-Impfungen wurden in Oberösterreich bisher verabreicht. Peter Niedermoser, Präsident der Ärztekammer für OÖ, freut sich über diese positive Entwicklung, verweist aber auch auf einen Schönheitsfehler: „Viele gebuchte Termine werden aktuell einfach nicht wahrgenommen. Das ist milde ausgedrückt sehr unhöflich“.

Ärztekammer für OÖ-Präsident Peter Niedermoser (Foto: Volker Weihbold)
Ärztekammer für OÖ-Präsident Peter Niedermoser (Foto: Volker Weihbold)

„Die Entwicklung bei den Impfungen ist zu begrüßen“, so Niedermoser. Trotz dieser weiter wachsenden Zahl ist aber nicht alles eitel Wonne. Denn vor allem ein Trend stößt Niedermoser sauer auf. Immer mehr gebuchte Impftermine (gerade für den zweiten Stich) werden nicht wahrgenommen. Eine Entwicklung, die nicht nur in Oberösterreich erkennbar ist. In Deutschland etwa verfallen in großen Impfzentren bereits bis zu 40 Prozent der Termine, weil angemeldete Personen einfach nicht erscheinen.

Debatte über Strafen

Die nicht wahrgenommenen Termine stellen ein mehrfaches Problem dar. „Aus virologischer Sicht ist das eine Katastrophe.“ Denn erst durch den zweiten Stich entsteht eine Vollimmunisierung. „Dazu werden jene vor den Kopf gestoßen, die sich für andere einsetzen. Das ist eine Missachtung jener, die sich für das Wohl der Menschen zur Verfügung stellen.“

Strafen für Impf-Schwänzer soll es für Niedermoser (noch) nicht geben. „Aber eine intensive Debatte darüber muss offen und ehrlich geführt werden“, fordert er.


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