Neues Programm soll Fußgänger in Linz schützen
LINZ. Ein neues Sofortprogramm soll Fußgänger in Linz besser schützen. Dazu untersuchte das Institut für Verkehrswesen Kreuzungen und erarbeitete Sanierungsvorschläge. Infrastruktur-Referent Markus Hein informiert über die konkreten Maßnahmen.

Fußgänger sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Vor allem Kinder, Jugendliche und ältere Menschen erleiden Unfälle, wobei bereits Zusammenstöße mit geringen Geschwindigkeiten zu Verletzungen führen. Das Infrastrukturressort der Stadt ließ daher das Institut für Verkehrswesen in Wien eine Untersuchung zur Verkehrssicherheit für Fußgänger durchführen. Das Team untersuchte Kreuzungen auf ihre Unfallhäufigkeit sowie potentielle Gefahrenpotentiale und erarbeitete Sanierungsvorschläge. Nun sollen diese Eingang in ein Sofortprogramm finden. „Wo es möglich und zielführend ist, werden wir im Rahmen dieses Prioritätenkatalogs wirksame Verbesserungen realisieren. Als erste dieser Gefahrenbrennpunkte sollen die Kreuzungsbereiche Graben/Domgasse und Dametzstraße / Pochestraße 'entschärft' werden“, führt Vizebürgermeister und Infrastruktur-Referent Markus Hein (FPÖ) aus. Im Detail sollen der Zebrastreifen im Bereich Graben-Domgasse sowie der Gehsteig an der Kreuzung Dametzstraße/Pochestraße verbreitert werden. Auf diese Weise sollen Fußgänger für Autofahrende früher und besser sichtbar sein.
Zusätzliche Kennzeichnungen, eingefärbte Schutzwege
Eine weitere Maßnahme sind zusätzliche Kennzeichnungen wie reflektierende Tafeln, wodurch laut Hein nicht immer Ampeln nötig seien. Darüber hinaus ist vorgesehen, Schutzwege mit einem roten Rahmen einzufärben, um sie und Fußgänger aus weiter Entfernung sichtbar zu machen. Derzeit gibt es mehr als 20 eingefärbte Zebrastreifen in Linz, zum Beispiel bei Schulwegen. Zudem wurden bestehende Tempo-30-Zonen ausgeweitet, etwa in der Stockhof-, Rudigier- und Mozartstraße sowie in der Nebenfahrbahn der Unteren Donaulände.
Maßnahmen bei Schulwegen
Aktuell sind 85 Prozent der Schulen in Linz von Tempo-30-Zonen umgeben. Weitere bereits bestehende Maßnahmen in diesem Bereich sind baulich getrennte Geh- und Radwege, Schülerlotsen sowie die Verkehrserziehung durch die Polizei.
„Nach Durchführung eines straßenpolizeilichen Verfahrens auf Basis der Empfehlungen der Verkehrsplanung sollen die entsprechenden baulichen Maßnahmen ehestmöglich eingeleitet werden. Gerade dem Schutz der Fußgänger, die zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern zählen, muss unser besonderes Augenmerk gelten“, schließt Hein.


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