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LINZ. Die provokante #Linzistlinz-Kampagne macht seit Tagen Linz zum Gesprächsstoff in ganz Österreich. Mastermind und Tourismusdirektor Georg Steiner betont im Gespräch mit Tips: „Am Schluss werden alle sagen: Gottseidank, dass wir uns das getraut haben.“

  1 / 5   Tourismusdirektor Georg Steiner ist der Mastermind hinter der vieldiskutierten Kampagne. (Foto: volker weihbold)

Die Kampagne, die Linz als „ruiniert“, „eintönig“ und „etwas rassistisch“ bezeichnet, kam zwar im Internet bei Promis wie Armin Wolf, Christian Kern oder Florian Klenk gut an, stieß jedoch etwa dem Linzer Bürgermeister Klaus Luger sauer auf (siehe unten). „Ich hätte nie geglaubt, dass der Bürgermeister so reagieren würde“, berichtet Georg Steiner, um aber zu betonen: „Der Film war alles andere als eine Schnellschuss-Aktion. Wir haben das Ehrliche in einer Stadt, die sich natürlich auch der Moderne und der Zukunft verschreibt, augenzwinkernd verstärkt und sogar im Video schon wieder aufgelöst. Wer das nicht versteht, geht wohl zum Lachen in den Keller.“

Beispiel SOKO Linz

Auch die Krimiserie SOKO Linz werde bei der Ausstrahlung im nächsten Jahr durchaus an den wunden Punkten und Problemstellen der Stadt spielen. „Während es dann bei der Krimiserie heißen wird, sie wäre so tourismusfördernd, müssen wir uns Vorwürfe anhören, wir patzen Linz mit dem Video an. Doch das stimmt nicht. Wer so argumentiert sollte auch über all jene reden, die etwa den Alltagsrassismus auch in Linz pflegen“, so Steiner, der schließt: „Am Ende werden alle sagen: Gottseidank, dass wir uns das getraut haben.“

Polit-Reaktionen

Während im Netz durchwegs lobende Worte für das provokante Werbe-Video des Linz Tourismus gefunden wurden, zerrissen Bürgermeister Klaus Luger und Vizebürgermeister Markus Hein die Aktion. Luger (SPÖ) übt Kritik am „Alleingang des Tourismusverbands“, er habe im Vorfeld weder von der Kampagne noch von dem Video gewusst, zudem hält er das Video für „überhaupt nicht gelungen.“

FPÖ-Obmann Vizebürgermeister Markus Hein ergänzt: „Damit werden keine Touristen nach Linz gelockt, sondern nur dem Ansehen der Stadt geschadet. Tourismusdirektor Georg Steiner muss das Video schnell wieder zurückziehen.“ Die Linzer Tourismusstadträtin Doris Lang-Mayerhofer (VP) spricht von einer „mutigen Kampagne, die erst ganz ausgerollt wird.”

Mehr Infos dazu HIER

Was sagen die Linzer dazu?

Weit über die Grenzen hinaus wird über den neuen Werbefilm der Stadt Linz gesprochen. Die Meinungen darüber bleiben gespalten. Tips hat bei den Linzern nachgefragt, was sie selbst zum Imagevideo ihrer Stadt zu sagen haben:

Ich finde das Video nicht sehr gelungen. Die Menschen werden zwar gezeigt, aber man sieht eindeutig zu wenig von der Architektur der Stadt. Einen Nutzen für Linz und den Tourismus hat es vermutlich trotzdem, da jetzt natürlich viel darüber geredet wird. (Maria Meßner, Linz)

Für mich geht das Video fast noch nicht weit genug. Es geht weg vom klassischen, schön färberischen Stil eines üblichen Werbefilms und weist auf die Ambivalenzen der Stadt hin. Dass es ein paar versteckte Anspielungen enthält, gefällt mir ebenfalls. (Andre Zogholy, Linz)

Es ist auf jeden Fall etwas Neues, etwas das im Gedächtnis bleibt und Aufmerksamkeit erregt. Ob es dem Tourismus hilft, bin ich mir allerdings nicht sicher. Mich selbst hat es vom Stil her auch nicht unbedingt angesprochen. (Sara Decker, Linz)


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A. L.
A. L.
11.08.2021 19:42

Linz Kampagne

Suuuuper.

Antworten
A. L.
A. L.
11.08.2021 19:42

Linz Kampagne

Suuuuper.

Antworten
A. L.
A. L.
11.08.2021 19:18

Linz Kampagne

Super!!!!!!!! /

Antworten
Marianne Sturm
Marianne Sturm
11.08.2021 18:30

Linz Kampagne

Also jedenfalls ist der "Blumen-Verkäufer" so charmant, wie er im Video dargestellt wird! Und ja, einige Passagen sind vielleicht ein wenig grenzwertig, aber im großen und ganzen sehr treffend. Humanic-Werbung ist ätzend, kann ich von Linz-Werbung nicht behaupten. In aller "Munde sein "kann neugierig machen.

Antworten

11.08.2021 12:42

Linz Kampagne

Ich gratuliere Herrn Direktor Steiner und seinem Team zu diesem Video. Feine Satire setzt Fingerspitzengefühl, Humor, Herz und HIRN voraus. Drum wundert es mich nicht, dass es einigen "Stadtvätern" so gar nicht gefällt. PS: Lächelnd denke ich immer noch die humanic-Werbung seinerzeit, wenn ich an diesem Geschäft vorbei komme.

Antworten

11.08.2021 12:41

Linz Kampagne

Ich gratuliere Herrn Direktor Steiner und seinem Team zu diesem Video. Feine Satire setzt Fingerspitzengefühl, Humor, Herz und HIRN voraus. Drum wundert es mich nicht, dass es einigen "Stadtvätern" so gar nicht gefällt. PS: Lächelnd denke ich immer noch die humanic-Werbung seinerzeit, wenn ich an diesem Geschäft vorbei komme.


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