Comeback der FFP2-Maske ab Mittwoch, auch im Gottesdienst

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 (Foto: Volker Weihbold)
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Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 14.09.2021 15:49 Uhr

Ö/OÖ/NÖ. Die Bundesregierung reagiert mit einem neuen Stufen-Plan auf die steigenden Covid-Zahlen, am Mittwoch, 15. September tritt Stufe 1 in Kraft. Die den Maßnahmen zugrunde liegende Anzahl der Covid-Intensivpatienten in Österreich hat am Dienstag die Schwelle von 200 belegten Intensivbetten in Österreich überstiegen. Die Verordnung zu den Maßnahmen liegt nun vor. Und FFP2 ist auch wieder in der Kirche verpflichtend. Im folgenden alle Änderungen im Detail.

Die Corona-Regelungen werden ab sofort abhängig von der Anzahl der mit Covid-19 Patienten belegten Intensivbetten in den Krankenhäusern festgelegt: Stufe 1 tritt grundsätzlich ab einer Auslastung von 200 Betten in Kraft.

Ab 15. September: kürzere Gültigkeit von Antigen-Tests, Comeback der FFP2-Pflicht

  • Antigen-Tests sind nur mehr 24 Stunden ab der Testabnahme als Nachweis gültig. Im Einklang mit der Covid-19-Schulverordnung wird der Corona-Testpass der Schüler („Ninja-Pass“) als Testnachweis anerkannt.
  • Mit dem Stufenplan gilt bei Stufe 1 auch, dass die 3G-Regel schon bei Zusammenkünften ab 15 Personen (derzeit noch 100 Personen) eintritt.
  • Überall wo derzeit ein Mund- und Nasen-Schutz vorgesehen ist, ist nun eine FFP2-Maske verpflichtend. Das betrifft alle, auch jene die genesen, geimpft oder getestet sind. Betroffen davon sind Geschäfte des täglichen Bedarfs (Lebensmittelhandel einschließlich Tankstellen mit Verkaufsstellen von Lebensmitteln, Apotheken, Drogerien, Trafiken, Banken, Post), alle öffentlichen Verkehrsmittel, Taxis, Seilbahnen, sowie in geschlossenen Räumen an öffentlichen Räumen.
  • Für Ungeimpfte/nicht Genesene gilt zusätzlich: FFP2-Pflicht im übrigen Handel („nicht lebensnotwendigen“ Handel) - vom Kleidungsgeschäft bis zum Elektrohandel. Gleiches gilt für Museen, Ausstellungshäuser, Bibliotheken, Büchereien und Archive. Nicht betroffen davon sind etwa Konzerte oder Theater, hier gilt weiterhin die 3G-Regel. Für Geimpfte wird FFP2 in diesen Bereichen empfohlen, Pflicht besteht keine. „Die Regelung trägt damit dem Gedanken Rechnung, dass Geimpfte und Genesene aufgrund des hohen Transmissionsschutzes nur mehr dort Einschränkungen unterliegen sollen, wo dies unumgänglich ist“, heißt es in der rechtlichen Begründung zur Verordnung. Kunden, die geimpft oder genesen sind, müssen einen Nachweis bereithalten. Ausnahmen bei der Maskenpflicht gibts aus Gesundheitsgründen. Zudem gilt die Maskenpflicht nicht für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr, Kinder ab dem vollendeten sechsten bis zum vollendeten 14. Lebensjahr dürfen normalen Mund-Nasenschutz tragen. Ebenfalls sind Schwangere von der FFP2-Pflicht ausgenommen, „wobei diese stattdessen eine sonstige den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen haben.“Als „genesen“ gelten nur Personen, die einen Genesungsnachweis oder einen Absonderungsbescheid haben (Antikörpernachweis gilt nicht).

Kontrolle durch Handel

Kontrolliert werden muss die FFP2-Pflicht stichprobenartig durch den Handel selbst. „Was die Kontrolle der Einhaltung von Auflagen gemäß § 4 Abs. 1a betrifft, ist festzuhalten, dass das Ausmaß der Sorgetragungspflicht der Betreiber nicht überspannt werden darf und abhängig von zahlreichen Faktoren, wie insbesondere Kundenaufkommen, Anzahl der anwesenden Kunden etc., entsprechende Schulungen und Informationsmaßnahmen der Mitarbeiter, Beschilderungen, Durchsagen und sonstige Informationsmaßnahmen wie auch stichprobenartige Kontrollen, Auflage von Informationsmaterial und die freiwillige Bereitstellung von Masken umfassen kann“, heißt es in der rechtlichen Begründung.

FFP2 auch in der Kirche

Und auch bei Gottesdiensten ist eine FFP2-Maske ab 15. September verpflichtend. Die Bischofskonferenz hat am Dienstag die adaptierte Rahmenordnung veröffentlicht. Grund dafür ist, weil für Gottesdienste die 3G-Regel nicht gilt. Allerdings kann diese FFP2-Pflicht für „Feiern aus einmaligem Anlass“ wie Taufen, Trauung, Firmung oder Erstkommunion entfallen, wenn dafür die 3G-Regel vereinbart werde, heißt es. Mindestabstand gilt weiterhin nicht, auch Singen ist ohne Einschränkungen erlaubt.

Gültigkeitsdauer von Zweitimpfungen

Eine weitere Änderung der Novelle sieht vor, die Gültigkeitsdauer von Impfnachweisen bei Zweitimpfungen wie auch bei einer Impfung nach einer Infektion von bisher 270 Tagen auf nun 360 Tage zu verlängern. Dies gilt auch für alle weiteren Impfungen („Booster“).

Stufe 2 und 3

Steigt die Auslastung der Intensivbetten weiter, treten weitere Maßnahmen in Kraft. Sieben Tage, nachdem 300 Betten belegt sind, gilt in der Nachtgastro sowie bei Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze mit mehr als 500 Personen die 2G-Regel, nur mehr geimpfte oder genesene Personen bekommen Zutritt. Zudem werden ab dann Antigen-Selbsttests „Wohnzimmertestes“ nicht mehr anerkannt.

Sieben Tage nach der Überschreitung von 400 Intensivbetten (Stufe 3) kommt es zu einer weiteren Ausweitung der Zugangsbeschränkungen. Überall wo 3G gilt, brauchen nicht geimpfte oder genesene Personen einen negativen PCR-Test.

 

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