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Vorfälle in Ebelsberg: "Keinesfalls darf jetzt zur Tagesordnung übergegangen werden“

Anna Stadler, 17.11.2021 16:18

LINZ. Nach den Vorfällen in Ebelsberg, fordert die Linzer Volkspartei einen Sicherheitsgipfel. Der zuständige Stadtrat Michael Raml zeigt sich verwundert, da bereits Gespräche stattgefunden haben. Einig ist man sich, dass jetzt nicht zur Tagesordnung übergegangen werden dürfe.

Symbolfoto (Foto: Weihbold)
Symbolfoto (Foto: Weihbold)

Am Sonntagabend wurde die Polizei von Anrainern nach Ebelsberg gerufen, die sich darüber beschwerten, dass Jugendliche mit Böllern schießen würden. In weiterer Folge eskalierte die Situation vollkommen. Auf einem Spielplatz wurde eine Schaukel angezündet und schließlich sogar ein Polizeiauto mit Benzin übergossen und abgefackelt. Anschließend prahlten die Täter auf Sozialen Medien mit Videos der Taten. „Dieser Vorfall lässt bei mir die Alarmglocken schrillen. Der Sicherheitsstadtrat muss einen Sicherheitsgipfel einberufen, an dem die Vertreter aller Gemeinderatsfraktionen, die Sozialreferentin, Verantwortliche aus dem Sozialbereich und die Exekutive teilnehmen“, fordert Elisabeth Manhal, Klubobfrau der Linzer Volkspartei. Ziel soll sein, ein Frühwarnsystem auszuarbeiten, damit Vorfälle wie in Ebelsberg erst gar nicht passieren. „Die Vorfälle waren von einer bisher nicht bekannten Aggressivität und Brutalität. Keinesfalls darf jetzt zur Tagesordnung übergegangen werden.“

Gespräche bereits stattgefunden

Verwundert zeigt sich Sicherheitsstadtrat Michael Raml von der Forderung: „Ich bin auch der Meinung, dass man nicht zur Tagesordnung über gehen darf“, so Raml, der jedoch betont: „Der Sicherheitsgipfel hat bereits stattgefunden.“ So gab es schon ein Aufeinandertreffen von Stadtpolizei, Ordnungsdienst, Sozialarbeitern und den Gemeinderatsfraktionen zum Thema Sicherheit, bei dem auch der Vorfall in Ebelsberg thematisiert wurde. Derzeit laufen die Ermittlungen. „Man muss schauen, wer die Rädelsführer sind.“

Mehr Polizisten gefordert

Zudem gab es 2019 bereits einen Sicherheitsgipfel zum Thema Jugendkriminalität. Projekte die ein Resultat davon sind, sind am Laufen. Was es jedoch brauche, so Raml, sind mehr Polizisten. Er wünscht sich von der Linzer VP diesbezüglich Unterstützung beim dafür zuständigen ÖVP-Bundesminister Karl Nehammer. Stünden mehr Polizisten in der Landeshauptstadt zur Verfügung, könnte auch eine zusätzliche Polizeiwache im Linzer Süden eingerichtet werden.


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