„Man tötet nicht aus Liebe, stoppt Femizide!“

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Nora  Heindl Online Redaktion, 25.11.2021 20:19 Uhr

LINZ. „Man tötet nicht aus Liebe, stoppt Femizide!“ - Mit dem Ziel laut zu sein, um Frauen eine Stimme zu geben, die sie selbst nicht erheben können, marschierte eine Gruppe von rund 100 Demonstrationsteilnehmern auf Einladung des Bündnisses Do It Yourself: Frauentag Linz am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, vom Martin-Luther-Platz zum Landhaus, wo 29 Kerzen aufgestellt wurden - eine für jede ermordete Frau in Österreich in diesem Jahr.

2020 wurden laut polizeilicher Kriminalstatistik 31 Frauen in Österreich ermordet. Heuer waren es laut Medienberichten bereits 29, davon fielen die meisten (Ex-)Partnern, Bekannten oder Familienmitgliedern zum Opfer. Gegen Gewalt an Frauen und für mehr Gewaltschutz machte deshalb das Bündnis Do It Yourself:Frauentag Linz bei einer Demonstration in der Landeshauptstadt laut. Vor allem Lockdowns würden die Situation zusätzlich verschärfen, da die Frauen mit ihren Partnern eingesperrt seien, so eine Aktivistin. Im Vorjahr hätte die Polizei oberösterreichweit mehr als 2.000 Betretungs- und Annäherungsverbote aufgrund von häuslicher Gewalt ausgesprochen, das seien mehr als fünf pro Tag.

Ihre Forderungen seien nicht die Welt, sondern leicht umsetzbar, so die Aktivistinnen von Do It Yourself:Frauentag Linz. So fordern sie etwa Schluss mit Sparen beim Gewaltschutz, es brauche dafür jetzt 281 Millionen Euro, Frauenhäuser müssten gebaut werden und nicht geschlossen, es brauche mehr Sozialarbeiterinnen statt Polizei und Stadtwache, Gewaltprävention und Sexualpädagogik in allen Bildungseinrichtungen und Gratis-Psychotherapie für alle. Es müsse aber auch Schluss sein mit der wirtschaftlichen Abhängigkeit. So brauche es 1,2 Milliarden Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung, es brauche kostenlose, flächendeckende und ganztägige Kinderbetreuung aber auch höhere Löhne in Frauenbranchen. Ebenso müsse etwa Schluss sein mit Sexismus und Gewaltverharmlosung in den Medien, man dürfe einen Mord nicht als Eifersuchtsdrama verharmlosen.

Onlinediskussion „Strategien gegen Gewalt an Frauen“

Am Freitag, 3. Dezember, um 19 Uhr lädt das Bündnis zur Onlinediskussion „Strategien gegen Gewalt an Frauen“. Zu Gast ist Eva Schuh, Geschäftsführerin vom Gewaltschutzzentrum OÖ.

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