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Online Redaktion, 02.03.2022 20:36

LINZ. Was macht Populismus so gefährlich und wie lassen sich Volksverführer leicht enttarnen? Diese und andere Fragen werden am Mittwoch, 16. März, im Haus der Frau von Nina Horaczek beantwortet. Die Chefreporterin der Wochenzeitung Falter hat dazu ihre eigene Taktik entwickelt: Sie zeigt, wie man selbst erfolgreicher Populist wird.

Nina Horaczek (Foto: Katharina Gossow)
Nina Horaczek (Foto: Katharina Gossow)

„Populismus ist ganz einfach“, meint die bekannte Journalistin und Politikwissenschaftlerin. Die Politik von Rechtspopulisten beruhe nur auf einem einzigen Grundgedanken, einem selbst gestrickten Bild der Gesellschaft: Hier sind „wir“ und dort sind die „anderen“. Diese beiden Gruppen brauche der Rechtspopulismus. Sonst nichts.

Oft hört man von rechten Gruppierungen den Ausruf „Wir sind das Volk“. „Das Volk“, das „wir“, wird als eine homogene Gruppe konstruiert, deren Mitglieder alle das Gleiche wollen und sämtlichen positiven Zuschreibungen für sich verbuchen. „Das Volk“ ist „brav“, „arbeitsam“, „bürgerlich“, „modern“ und „tüchtig“.

Die Gegenspieler sind die „anderen“, die „Bösen“. Sämtliche Charaktereigenschaften dieser „anderen“ sind negativ behaftet, sie sind „kriminell“ und „faul“ und prinzipiell aggressive Menschen.

Eine Welt in Schwarz und Weiß

So einfach ist sie, die schwarz-weiße Welt der Populisten. Die Einteilung der Bevölkerung in ein „Gut“ und „Böse“, in ein „Richtig“ und „Falsch“ ist aktueller denn je. Diese feste Zuschreibung zu einer der beiden Gruppen begegnet uns momentan ständig im Alltag. Doch wie soll man dieser populistischen Spaltung begegnen und was kann man entgegensetzen?

Nina Horaczek hat ihre eigene Taktik entwickelt. Bei der Hybrid-Veranstaltung im Haus der Frau zeigt sie, wie man selbst erfolgreicher Populist wird. Welche rhetorischen Techniken, welche Gedankenmuster müssen verinnerlicht werden, wie weicht man jeglicher Kritik aus und welche übergeordneten Kommunikationsziele werden verfolgt? Denn erst wenn diese Verhaltensweisen durchschaut sind, könne man klug und unterhaltsam die Tricks und Täuschungsmanöver der Demagogen entlarven und ihre Codes entschlüsseln.

Rechtspopulisten seien unheimlich gut darin, Zukunftsbilder zu entwerfen, so Nina Horaczek. Genau dieses Feld solle man ihnen aber nicht überlassen. Es sei wichtig, „dass wir eine Diskussion darüber führen, wie unsere demokratische, offene Gesellschaft in ein, zwei Jahrzehnten aussehen soll.“ Man müsse einfach den negativen Zukunftsbildern positive gegenüberstellen.

Mittwoch, 16. März, 19.30 Uhr
Bildungs- und Begegnungszentrum Haus der Frau, Linz bzw. online (Bekanntgabe bei der Anmeldung)
Eintritt: 18 Euro
Nähere Infos und Anmeldung unter www.hausderfrau.at

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