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LINZ. Der Naturschutzbund Österreich zeichnete im Rahmen des „Grand Prix der Biodiversität“ einen Maßnahmenplan der Naturkundlichen Station zur Verbesserung der Lebensräume am Segelflugplatz Linz Ost aus.

Klimastadträtin Eva Schobesberger (rechts) und NAST-Biologin Gudrun Fuß begutachten erste gesetzte Maßnahmen. (Foto: Stadt Linz)

Ein dokumentierendes, wachsames Auge auf die „Linzer Wildnis“ hat die Naturkundliche Station der Stadt Linz. Diese sorgt nicht nur anhand ihrer Grundlagenforschung für einen stets aktuellen, wissenschaftlich fundierten Überblick zur Stadtnatur und der Artenvielfalt. Sie sichert und schafft darüber hinaus – etwa durch gezielte Naturschutzmaßnahmen – Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Erhaltung von Tier- und Pflanzenarten im Vordergrund

Aktuell zeichnete der Naturschutzbund Österreich im Rahmen des „Grand Prix der Biodiversität“ einen Maßnahmenplan der Naturkundlichen Station zur Verbesserung der Lebensräume am Segelflugplatz Linz Ost aus. Dort finden sich gerade in Randbereichen des Flugplatzes Böschungen, Wiesen, Hochstaudenfluren, Flurgehölze sowie Heckenzeilen mit artenreicher Vegetation. Diese bildet in weiterer Folge – in Kombination mit der Kleinräumigkeit, dem Strukturreichtum und der unterschiedlich ausgeprägten Vegetationshöhe – Lebensraum für eine Vielzahl an Tierarten. Das Konzept richtet sich als Diskussionsbasis an alle Stakeholder, wie Grundbesitzer, Liegenschaftsverwalter, Flugsportvereine, Jagd, Forst sowie den Naturschutz (Naturschutzbund OÖ, Stadtgruppe Linz, Artenschutzbeauftragte).

„Gerade in urbanen Bereichen muss der Schutz von Lebensräumen zur Erhaltung von Tier- und Pflanzenarten noch stärker im Vordergrund stehen. Vielfältige Grün- und Lebensräume wirken sich positiv auf das Stadtklima aus, stabilisieren Ökosystemkreisläufe, dienen der Erholung der Stadtbewohnerinnen und –bewohner und ermöglichen Kindern und Jugendlichen auch wertvolle Naturerfahrungen. Beim Naturschutz in der Stadt soll die Natur nicht vor, sondern auch für den Menschen geschützt werden“, erklärt Klimastadträtin Eva Schobesberger.

Verbauung und klimatische Veränderungen

„Nicht nur die klimatischen Veränderungen stellen die Natur in der Stadt vor große Herausforderungen, sondern auch die Verbauung oder gewerbliche Nutzung von einstigen Naturflächen. Durch unsere Forschung dokumentieren wir, dass etwa immer wieder Tierarten aus der Umgebung der Landeshauptstadt zu uns zuwandern, da sie hier passendere Lebensräume vorfinden, es umgekehrt leider auch immer wieder zum Verlust von Arten kommt“, ergänzt Gudrun Fuß, Biologin bei der Naturkundlichen Station.


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Franz H.
Franz H.
19.04.2022 23:03

Lebensraum-Konzept zum Segelflugplatz Linz Ost wurde ausgeze

Der Auslöser des Schutzkonzeptes wurde im Artikel leider nicht erwähnt und wird meinerseits nachgeholt. Der Link zum Nachlesen: https://botanischergarten.linz.at/9826.php Es wäre gut, wenn das in Printmedien ergänzend richtig gestellt wird, damit die harte Arbeit jahrelang forschender Personen die nötige Wertschätzung erhält! Vielen Dank für die Kenntnisnahme.


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