„Corona – und was wird jetzt?“ - Neuer Workshop soll Schülerinnen helfen
LINZ. Jugendliche hat die Coronakrise stark getroffen. Die Stadt Linz hat nun ein Pilotprojekt gestartet: Ein neuer Workshop soll Schülerinnen Bewältigungs-Strategien in die Hand geben und Belastungen durch Corona reduzieren.

Der Alltag von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien, wurde mitunter völlig auf den Kopf gestellt: Der fehlende Kontakt zu Gleichaltrigen, der langzeitige Verlust von Schule als Austauschort und die Reduktion von individuellen Entfaltungsmöglichkeiten sind nur einige Ursachen für den Anstieg von psychischen Belastungen bei Kindern und Jugendlichen. „Aus unserer täglichen Arbeit wissen wir, dass vor allem Jugendliche besonders stark auf diese Ausnahmesituation reagieren – und zwar mit emotionalen und psychosomatischen Beschwerden. Viele berichten über pandemiebedingten sozialen Rückzug, Isolation und den Verlust von Alltagsstrukturen. Ängste und damit verbundene Probleme beim Bewältigen alltäglicher Aufgaben sind die häufige Konsequenz“, erläutert Proges-Geschäftsführerin Doris Polzer. Ein neues Workshop-Angebot für die Linzer Mittelschulen und Polytechnische Schulen soll Entlastung bringen und Schülerinnen begleiten, um wieder psychisch gestärkt durch den Schulalltag zu kommen.
Praktische Alltagshilfen kennenlernen
„Mit dem Workshop ,Corona – und was wird jetzt?‘ möchten wir speziell Mädchen stärken und ihnen die Möglichkeit geben, ihre Ängste und Sorgen gemeinsam mit Psychologen zu besprechen“ so Frauen- und Bildungsstadträtin Eva Schobesberger. An zwei Workshop-Terminen zu je 90 Minuten können Schülerinnen in einer Gruppe unter Anleitung Klinischer Psychologen ihre Ängste, Einstellungen, Fragen, Sorgen und Unsicherheiten ansprechen, reflektieren und gemeinsam an konkreten Stabilisierungs- und Verbesserungsstrategien arbeiten. Sie lernen konkrete praktische Alltagshilfen für einen gesunden und positiven Umgang mit der Corona-Krise kennen und erhalten altersgerechte Inputs, um Krisensituationen bzw. Belastungen gut meistern zu können. Beim Workshop sollen wichtige Themenkreise abgedeckt werden, die aktuell mit dem Alltag von jungen Menschen vernetzt sind.
Ausbau anvisiert
Fünf Präventions-Workshops werden vom Frauenbüro der Stadt Linz in einem Pilotversuch finanziert und sind für Mittelschulen und Polytechnische Schulen der Stadt Linz kostenlos. Die Kosten für die Stadt Linz für das Pilotprojekt belaufen sich auf 3.500 Euro. „Wenn wir zu der Erkenntnis kommen, das funktioniert gut, dann soll das ausgebaut werden“, betont Schobesberger. Positive Erfahrungen mit ähnlichen Workshops zum Thema Bodyshaming gibt es bereits.


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