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2023 Start für größte Sommerbaustelle in Linz: Mona Lisa-Tunnel für drei Monate gesperrt

Nora Heindl, 18.05.2022 11:37

LINZ. Im kommenden Jahr wird eine der größten Sommerbaustellen der Stadt Linz anlaufen: In der Zeit von Juni bis September muss der Mona Lisa-Tunnel im Verlauf der Umfahrung Ebelsberg und der anschließende Straßenabschnitt bis zur Kreuzung mit der Lunzerstraße gesperrt werden. Diese Sperre ist erforderlich, um unaufschiebbare und im Hinblick auf die Tunnelsicherheit gesetzlich vorgeschriebene Sanierungsmaßnahmen durchzuführen. 

Tunneleinfahrt im Süden (Foto: Stadt Linz/Dworschak)
  1 / 2   Tunneleinfahrt im Süden (Foto: Stadt Linz/Dworschak)

„Da es sich beim Mona Lisa Tunnel um eine neuralgische Verkehrsverbindung in den Süden von Linz handelt, würde es hier in Spitzenzeiten ohne entsprechende Alternativen zu enormen Verkehrsstaus kommen. Es kommt daher darauf an, die Bevölkerung rechtzeitig vorzubereiten. So sollten nach Möglichkeit öffentliche Verkehrsmittel benützt werden. Mit der Straßenbahn ist während der gesamten Bauzeit von drei Monaten ein rasches und staufreies sowie von Bauarbeiten unbeeinträchtigtes Erreichen ihrer Wohngebiete im Süden von Linz möglich. Für jene Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, die unbedingt auf das Auto angewiesen sind, kommt es darauf an, Umfahrungsmöglichkeiten zu schaffen“, informiert Mobilitätsreferent Martin Hajart.

Die entsprechenden Verkehrsmaßnahmen sollen von der Stadt Linz bis zum Baubeginn Mitte Juni 2023 gemeinsam mit der Polizei geplant und vorbereitet werden. Denkbar sind spezielle Schaltprogramme für die Verkehrslichtsignalanlagen entlang der Umleitungsstrecken. Diese veränderten Schaltprogramme können zum Zeitpunkt der Tunnelsperre aktiviert werden und sicherstellen, dass die Grünphasen an die veränderten Verkehrsmengen angepasst sind.

Intensive Bürgerinformation im Vorfeld

Zudem soll ein Begleitmaßnahmenpaket erstellt und zeitgerecht umgesetzt werden. Es sollen in diesem Projekt wirksame Mobilitätsmaßnahmen geprüft werden. „Die dreimonatige Tunnelsanierung wird die Verkehrsexpertinnen und Verkehrsexperten der Stadt Linz logistisch fordern und viele Bewohner des Linzer Südens vor eine Belastungsprobe stellen. Durch entsprechende Vorankündigungen und Bürgerinformation sollte jedoch ein Minimieren von Verkehrsstaus möglich sein“, sagt Hajart.

Technische Hintergründe

Die 775 Meter lange unterirdische Verbindung wurde 2000 eröffnet und wird täglich von mehr als 20.000 Pkw benützt. Im Zuge der regelmäßig durchzuführenden Überprüfungen hat sich herausgestellt, dass die elektromaschinelle Ausrüstung und die Leit-, Be-triebs- und Sicherheitseinrichtungen des Mona-Lisa-Tunnels am Ende ihrer Lebensdauer angelangt ist. Es ist daher unumgänglich, die elektromaschinelle Ausrüstung und die Leit-, Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen zu erneuern, damit der Tunnel wieder auf den Stand der Technik gebracht werden und den gesetzlichen Vorschriften entsprechend betrieben werden kann.

Auch aufgrund der in den letzten Jahren erhöhten Benutzungsfrequenz ist es erforderlich, die geplanten Maßnahmen zu setzen. Für die ebenfalls notwendige, dauerhafte Videoüberwachung ist der Tunnel in die Tunnelüberwachungszentrale des Landes OÖ einzubinden.

Weiters muss die bestehende Hochdruck-Vernebelungsanlage, die im Brandfall als Löscheinrichtung fungiert, erneuert werden.

Arbeiten im Schichtbetrieb an sieben Tagen in der Woche

Als technisch am sichersten umsetzbar, aus Baukostensicht und aus Sicht der Beeinträchtigung des Individualverkehrs wurde jene Variante ausgewählt, die vorsieht, den Tunnel für drei Monate zu sperren. Die tägliche Bauzeit wird im Zwei-Schichtbetrieb an sieben Tagen der Woche erfolgen. Aufgrund der bekannten Verkehrsauslastungssituation soll die Wieder-Verkehrsfreigabe im Herbst 2023 – vor dem Schulstart – erfolgen.

Kosten von knapp 10 Millionen Euro

Die Kosten dieses Projektes werden sich auf Basis von Berechnungen interner wie externer Experten auf 8.180.000 Euro belaufen. Diese Berechnungen wurden nach derzeitigen Wissenstand entsprechend einer Detailkostenplanung erstellt.

Mit dem eingeplanten Rahmen für Unvorhergesehenes und Preissteigerungen durch den Baukostenindex ergibt sich damit ein maximaler Kostenrahmen in der Höhe von 9.792.000 Euro.

Bei der ursprünglichen Errichtung der Umfahrungsstraße Ebelsberg hat sich das Land Oberösterreich mit rund 30 Prozent an den Kosten beteiligt. Es soll daher mit den übergeordneten Gebietskörperschaften, insbesondere dem Land Oberösterreich, eine Co-Finanzierung erreicht werden.

Die Kosten für das Begleitmaßnahmenkonzept sind mit 300.000 Euro veranschlagt.


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