Regenbogenplatz statt Taubenmarkt - zwei Aktionen gegen Gewalt
LINZ. Nach einer Attacke auf queere Jugendliche am Taubenmarkt wird dieser zum Schauplatz von zwei Aktionen für mehr Toleranz und gegen Gewalt.

Die linzpride stand nach einem Anschlag auf einen -Club in Oslo mit zwei Toten und Dutzenden Verletzten ganz im Zeichen gegen Gewalt und unterstrich die Bedeutung, gegen Homophobie auf die Straße zu gehen. Doch auch in Linz kam es nach der Pride zu einem Übergriff am Taubenmarkt auf queere Jugendliche. Diese mussten danach im Krankenhaus behandelt werden. CatCallsofLinz, das Bündnis Do It Yourself: Frauentag Linz und die sozialistisch-feministische Initiative ROSA riefen nun zu einer Protestaktion auf: „Wir wollen mit unserem Protest klarstellen, dass wir uns von Hass und Gewalt nicht einschüchtern lassen, sondern gemeinsam solidarisch darauf antworten. Und sagen: Jede*r hat das Recht so zu sein, wie sie*er will, und muss den entsprechenden Raum dafür bekommen. Die Linzer Pride am vergangenen Samstag zeigte leider nicht nur, wie viele Menschen hinter LGBTQIA+-Rechten und Gleichberechtigung stehen, sondern auch, dass homo- und transphobe Gewalt immer noch existiert. Dem ging voraus, dass sie anscheinend im McDonalds transphob bzw. sexistisch diskriminiert wurden. Hier wird auch deutlich, wie Konzerne wie McDonalds sich einmal im Jahr mit Regenbogenfarben schmücken, aber ihre Praxis anders aussieht.“
Solidaritätskundgebung
Auch die Sozialistischen Jugend (SJ) Linz, Aktion kritischer Schüler_innen (AKS) OÖ und Linz und Verband Sozialistischer Student_innen in Österreich (VSStÖ) Linz wollen mit einer Aktion ein Zeichen setzten: „Aufgrund der schockierenden Ereignisse am Taubenmarkt nach der Pride in Linz werden wir als Jugendorganisationen gemeinsam eine Aktion am Freitag, den 1. Juli gestalten.“ Kurzerhand werden die Organisationen den Taubenmarkt in „Regenbogenplatz“ umbenennen. Alle, die sich solidarisch zeigen wollen sind dazu ab 13 Uhr eingeladen. Bei der Aktion wird buntes Eis verteilt und für ein friedvolles Miteinander und die Gleichstellung der LGBTIQ-Community demonstriert. „Am Regenbogenplatz ist für alle Platz, nicht aber für Hass und Gewalt“, erklärt die SJ-Linz Vorsitzende, Katharina Gruber die Idee dahinter. Denn klar ist: „In Linz darf und wird es keinen Ort geben, an dem sich Menschen auf Grund ihrer Lieben fürchten müssen!“


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