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OÖ. Bei einem Pilotprojekt werden vorerst ausgewählte Wasserversorgungsanlagen mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. Das soll die Wasserversogrung nicht nur umweltfreundlicher sondern auch krisensicherer machen.

Symbolfoto (Foto: Wodicka)
Symbolfoto (Foto: Wodicka)

Die durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ausgelöste Energiekrise führt die einseitige Abhängigkeit von fossilen Energieträgern schmerzlich vor Augen. „Diese Energie wird jetzt als Kriegswaffen eingesetzt“, betonen Landeshauptmann Thomas Stelzer und Umwelt- und Klima-Landesrat  Stefan Kaineder. Rasant steigende Strompreise und zu befürchtende Versorgungsengpässe bringen enorme Herausforderungen mit sich. Hier setzt das Land OÖ an und startet ein Pilotprojekt, um eine nachhaltige und krisensichere öffentliche Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung gewährleisten zu können. Stellen Sie sich vor, Sie stehen in der Früh auf und es kommt kein Wasser mehr aus dem Wasserhahn – das ist unvorstellbar“, betont Kaineder.

Essentielle Versorgung sichern

Damit dies nicht passiert rüstet das Land OÖ Wasserversorgungsanlagen mit PV-Anlagen und Stromspeichern aus. Dazu werden mehrere Betreiber mit unterschiedlicher Ausgangssituationen ausgewählt, denn die Erkenntnisse in Planung und Betrieb sollen zum Vorteil aller Betreiber sein. Relevant ist das Projekt vor allem in Gemeinden, deren Wasser nicht von eine Quelle aus talabwärts rinnt und so durch die Schwerkraft in die Haushalte kommt. „Wir haben gerade im Flachland Brunnen versorgte Gemeinden. Gerade für solche Gemeinden ist es wichtig“, so Kaineder. Diese können mit der Solarenergie unter Tags Wasser in Hochspeicher pumpen, damit dieses zur Verfügung steht, wenn es benötigt wird – auch in Krisensituationen. „Es geht nicht darum, dass man im Winter jeden Tag Vollbäder zu nehmen. Das Ziel ist, dass es den Menschen am Grundsätzlichen nicht fehlt.“

Eine Million Euro für Pilotprojekt

Für diese Pilotprojekte wird nun eine Finanzierungsunterstützung im Ausmaß von einer Million Euro in Form von Beiträgen unter Berücksichtigung und vorheriger Ausnutzung aller sonstigen Förderschienen zu Verfügung gestellt. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Investition in eine PV-Anlage und Insellösung muss jedenfalls gegeben sein.


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