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LINZ. Im Südbahnhof-Gebäude in der Khevenhüllerstraße 4 schaffen Caritas und der Verein Ukrainische Community in OÖ, das neue Begegnungszentrum „Point of Ukraine“. Vertriebene aus der Ukraine finden dort Beratung, Unterstützung und Austauschmöglichkeiten. Am Freitag, 23. September, 17 Uhr, findet ein Eröffnungsfest statt. Finanziert ist das Projekt aus Spenden der Caritas OÖ und aus Mitteln der Integrationsstelle des Landes.

Oksana Kuzo (schwarzes Kleid) und ihre drei Mitarbeiterinnen. (Foto: Caritas)
  1 / 3   Oksana Kuzo (schwarzes Kleid) und ihre drei Mitarbeiterinnen. (Foto: Caritas)

Der ukrainische Verein „Point of Ukraine“ (vormals „Info-Point“) wurde von den zwei gebürtigen Ukrainerinnen Oksana Kuzo und Anna Shtyn sowie der ukrainischen Community nach Kriegsausbruch im März 2022 gegründet. Die Caritas OÖ hilft mit Unterstützung der Integrationsstelle des Landes nun, dass das Hilfsangebot nachhaltig gesichert bestehen kann.

Viele Unterstützer

Oksana Kuzo leitet mittlerweile als Caritas-Mitarbeiterin das Begegnungszentrum im Pferdeeisenbahn-Gebäude beim Südbahnhofmarkt. Unterstützung erhält sie von drei ukrainischen Mitarbeiterinnen. „Am Anfang ging es beim Point of Ukraine vor allem darum, relevante Informationen zu recherchieren und zu übersetzen. Diese wurden direkt vor Ort im Zentrum sowie über soziale Medien verbreitet. Wir konnten dabei Räumlichkeiten der Linzer Kunstuni am Hauptplatz kostenlos nutzen“, erzählt Kuzo. „Mithilfe von vielen Freiwilligen und der tatkräftigen Unterstützung des Vereins 'Über den Tellerrand Linz' konnten in den letzten fünf Monaten über tausend kostenlose Mittagessen sowie Sachspenden und Gutscheine im Wert von knapp 10.000 Euro ausgegeben werden, die von dem Theaterkollektiv Schauwerk, Theater Phönix, Fotographische Gesellschaft OÖ, Wartberg Chor und Lions Club Kremsmünster und anderen gespendet wurden.“  

Maßgeblich zum Erfolg der bisherigen Tätigkeiten haben außerdem der Künstler Lukas Johannes Aigner und der Obmann des Vereins Linzer Altstadt, Roland Pachner, beigetragen.

Viel mehr als erste Anlaufstelle

Nicht nur Kaffee und Kuchen halfen, den „Point of Ukraine“ zu einem attraktiven Ort werden zu lassen. Ukrainer organisierten Sprachcafés, Seniorentreffen, Frauentreffen, therapeutische Angebote und Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche. Auf dieser Weise entstand ein selbstorganisierter Ort in Linz, wo Beratungen in Muttersprache zu Integration, Behörden und psychosozialer Gesundheit sowie Kultur- und Bildungsveranstaltungen für Erwachsene und Kinder angeboten wurde. „Für sie war es besonders wichtig, zu sehen, dass es trotz Kriegs weiter geht“, erzählt die Caritas-Mitarbeiterin.

Deutschkurse, Freizeit, Arbeitsmarkt

Auf diesem Weg soll es auch weiter gehen: Neben Möglichkeiten zur Vernetzung und zum Informationsaustausch wird es im Südbahnhof-Gebäude an sechs Tagen pro Woche professionelle Beratung, Bildungs-, Kultur- und Freizeitveranstaltungen für Groß und Klein geben. „Mit den Deutschkursen für Erwachsene und Kinder und dem Lern- und Freizeitspaß für Kinder und Jugendliche unterstützen wir, dass die Menschen in Österreich leichter Fuß fassen können. Außerdem beraten und begleiten wir beim Einstieg in den Arbeitsmarkt“, erklärt Oksana Kuzo.

Infos zum Point of Ukraine auch auf Facebook.


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