Macke Award geht an Matthias Bramauer aus Linz
LINZ. Der Wilhelm Macke Award geht in diesem Jahr an Matthias Bramauer (32). Sein Vortrag mit dem Titel „Vom Schall zum Hören – wie aus Frequenzen Musik wird“ überzeugte das Publikum, das zugleich die Jury bildete.

Jedes Jahr werden an der Johannes Kepler Universität Linz hervorragende Physik-Masterarbeiten ausgezeichnet. Um zu gewinnen, müssen die Kandidaten das Publikum überzeugen. Präsentiert wurde auch heuer wieder vor Schülern – die Vorträge waren also kurz, verständlich und humoristisch. Dem Publikum wurde ein kurzweiliger Nachmittag geboten, mit Vorträgen, die Einblicke in unterschiedliche Bereiche der Physik gaben.
Der Sieger: Matthias Bramauer
Bramauer hat mit der Physik des Hörens auseinandergesetzt – und ein Modell gebaut, das die komplexen Vorgänge für Schüler leicht verständlich und anschaulich vermittelt. So entstand ein inhaltlich auf Lehrpersonen ausgelegtes Dokument, welches als Basis für die Entwicklung von Unterrichtssequenzen dienen soll.
Die weiteren Finalisten
Tobias Krieger vom Institut für Halbleiter- und Festkörperphysik ging mit seinem Vortrag „Quanten im Netz – Was Quantentechnologie für die Weiterentwicklung des Internets bedeutet“ an den Start. Krieger hat ein sehr ambitioniertes Ziel: Er will ein Quanteninternet erschaffen. Ein solches Quanteninternet wird benötigt, um verschiedene Quantenprozessoren von neuartigen Quantencomputern miteinander zu verbinden. Dazu arbeitet Krieger an einem Quanten-Repeater, der ähnlich wie ein WLAN-Netzwerk zu Hause funktioniert.
„Wandertag im Halbleiter – Wie Elektronen durch Energietäler streifen“ lautete der Titel von Maximilian Schober (Abteilung Vielteilchensysteme). Schober forscht an Elektronen, die in extrem dünnen Schichten verschiedener Halbleiter eingesperrt sind. Bei seiner Arbeit erlangte der junge Forscher spannende Erkenntnisse: Das Wechselspiel von Spin- und Valley bewirkt eine weitere quantenmechanische Eigenschaft. Das öffnet Tür und Tor für ganz neuartige technologische Anwendungen.


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