Renommierter START-Preis für zwei Linzer Forscher
LINZ. Die hochdotierten START-Preise des Wissenschaftsfonds FWF fördern junge Spitzenforscher. Mit Richard Küng und Stephan Pühringer erhalten zwei Wissenschaftler der Johannes Kepler Universität Linz jeweils einen der begehrten Preise. Beide werden maximal fünf Jahre lang mit insgesamt 1,2 Millionen Euro gefördert.

Küng und Pühringer konnten sich „in einem äußerst kompetitiven Verfahren mit mehr als 120 Einreichungen“ durchsetzen, freut sich JKU-Rektor Meinhard Lukas, der den beiden Nachwuchsforschern zum Erfolg gratulierte. „Es ist zu einem wesentlichen Teil der wissenschaftliche Nachwuchs, der über die Zukunft einer Universität entscheidet.“, sagt Lukas, die JKU sei hier bestens aufgestellt.
Richard Küng: Projekt „Quanten-Konverter“
Mit sogenannten „Quantencomputern“ lassen sich komplexe Rechenaufgaben in sehr viel kürzerer Zeit lösen als mit klassischen Computern, die Entwicklung dorthin ist noch nicht abgeschlossen. Groß angelegte Quantenexperimente erfordern eine enorme Rechenleistung von klassischen Computern, um die Experimente zu kontrollieren und die Ergebnisse zu verarbeiten.
Das Projekt von Richard Küng kombiniert im Wesentlichen Methoden aus der modernen klassischen Informatik mit der Quanteninformation – mit Erfolg. „Die Ergebnisse dieser Studie werden dazu beitragen, die Möglichkeiten der Quanteninformatik zu erweitern und die Entwicklung von zuverlässigeren und effizienteren Quantencomputern voranzutreiben“, so Küng.
Das Projekt wird mit dem START-Preis fünf Jahre lang mit insgesamt 1,2 Millionen Euro gefördert. „Das eröffnet neue Perspektiven für Anwendungen in verschiedenen Bereichen wie Simulation, Optimierung und Künstlicher Intelligenz.“, sagt Küng.
Stephan Pühringer: Projekt „SETER“
Begriffe wie Klimakrise, „Raubtier-Kapitalismus“ oder auch die Wiederkehr kommunistischer Bewegungen würden zeigen, wie sehr die globalisierte Menschheit mit der Umgestaltung ihrer wirtschaftlichen Struktur in ein nachhaltiges und für Mensch wie Natur gesundes wirtschaftliches Ökosystem ringt. Dieser Übergang steht im Mittelpunkt des nunmehr mit dem START-Preis ausgezeichneten Projekts SETER unter der Leitung von Stephan Pühringer.
„Die Umgestaltung der derzeitigen sozioökonomischen Regelungen und Institutionen hängt entscheidend vom ökonomischen Denken ab, das in den letzten Jahrzehnten an politischer und gesellschaftlicher Bedeutung gewonnen hat. Allerdings ist die Art, wie aktuell mehrheitlich ökonomisch geforscht und Politik beraten wird, in vielen Bereichen gerade ein Hindernis für diesen Übergang“, so Pühringer. Das Projekt SETER will die Auswirkung dieser Denkweise (Streben nach wirtschaftlichem Wachstum, immerwährende Effizienz von Märkten) wissenschaftlich erforschen.
Der START-Preis ermöglicht Pühringer die Durchführung des Projekts. „Die Förderung ist ein wichtiger Beitrag, um diese interdisziplinäre Forschung nachhaltig an der JKU zu verankern“, so der Forscher.


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