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Online Redaktion, 18.08.2023 15:24

LINZ. Der Stadion-Vorplatz vor der Raiffeisen-Arena wird nach LASK-Ikone Helmut Köglberger benannt. Der Linzer Stadtsenat hat die Benennung in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen und kommt damit dem Ersuchen des LASK-Präsidenten Siegmund Gruber nach.

Helmut Köglberger bei der Sportlerwahl 2014 im Vereinshaus Linz (Archivfoto). (Foto: Volker Weihbold)

Das 2.700 Quadratmeter große Areal vor der Raiffeisen-Arena wird künftig „Helmut-Köglberger-Platz“ heißen.

Helmut Köglberger

Helmut „Heli“ Köglberger wurde 1946 in Steyr geboren. Seinen Vater, einen afroamerikanischen US-Besatzungssoldaten, lernte er nie kennen. Er wuchs in Sierning auf und wechselte mit 18 Jahren zum LASK, mit dem er bereits in seinem ersten Jahr sowohl Meisterschaft als auch Cup gewann. Neben dem LASK spielte er auch bei der Wiener Austria und verzeichnete viele Einätze im österreichischen Nationalteam.

Für den LASK erzielte er 155 Tore in 330 Spielen – dafür wurde er 2008 zum „Jahrhundertspieler“ des Vereins gekürt. Nach seiner aktiven Karriere war er zeitweise als Trainer sowohl beim LASK als auch beim Stadtrivalen SK VOEST Linz tätig.

Geprägt durch seine Erfahrungen als so genanntes „Besatzungskind“ engagierte sich Köglberger als Begründer einer Fußballakademie in einem Slum von Nairobi, um benachteiligte Kinder schulisch und sportlich zu fördern. 2015 wurde ihm für sein sportliches und soziales Lebenswerk die Humanitätsmedaille der Stadt Linz verliehen. Am 23. September 2018 verstarb Helmut Köglberger nach längerer Krankheit im Alter von 72 Jahren in Linz.

Bürgermeister Klaus Luger begrüßt Benennung

„Ich freue mich, dass dieser prominente Linzer Platz künftig den Namen von Helmut ‚Heli‘ Köglberger tragen wird. Seine Lebensgeschichte, sein Einsatz und sein sportliches  wie soziales Wirken stehen exemplarisch dafür, dass Sport im Allgemeinen und Fußball im Speziellen für ein respektvolles und solidarisches Miteinander stehen. Es zeigt zudem, dass es sich stets lohnt, aktiv gegen Benachteiligung und Ausgrenzung aufzutreten. Als Bürgermeister bedanke ich mich daher herzlich bei den Verantwortlichen des LASK für diese symbolträchtige Initiative“, so Bürgermeister Klaus Luger.

„Die gesamte LASK-Familie bedankt sich bei Bürgermeister Klaus Luger und dem gesamten Stadtsenat dafür, dass unser Antrag unbürokratisch und rasch positiv erledigt worden ist. Ein großer Sohn der Stadt Linz und Oberösterreichs wird damit bleibend geehrt“, sagt Siegmund Gruber.


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