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"Letzte Generation" protestierte in der Linzer Dametzstraße

Marlis Schlatte, 19.04.2024 09:23

LINZ. Einen Tag vor dem Weltweiten Klimastreik, welcher am heutigen 19. April stattfindet, protestierten Unterstützer der „Letzten Generation“ in Linz bereits für ein Handeln gegen den Klimawandel. Der Demonstrationszug zog über die Dametzstraße und endete mit einem Sitzstreik, woraufhin der Verkehr kurzzeitig stillstand.

Die Unterstützer der "Letzten Generation" zogen über die Dametzstraße, der Verkehr stand kurzzeitig still. (Foto: Letzte Generation Österreich)
photo_library Die Unterstützer der "Letzten Generation" zogen über die Dametzstraße, der Verkehr stand kurzzeitig still. (Foto: Letzte Generation Österreich)

Gestern, am 18. April, versammelten sich Unterstützer der „Letzten Generation“ vor der Linzer Kunstuniversität. Der Protestmarsch, mit welchem auf die Klimakatastrophe aufmerksam gemacht werden wollte, startete um 16 Uhr und führte über die Dametzstraße. Begleitet wurde dieser auch von weiteren Initiativen wie “Scientists For Future” und “Vegans For Future”.

Gefordert wird die Umsetzung der Empfehlungen des Klimarates der Bürger, welcher von der Bundesregierung einberufen wurde, um einen Plan für die Klimaneutralität bis 2040 zu erstellen. Zum Endbericht und den 93 erarbeiteten Empfehlungen schweige die Bundesregierung bisher, kritisiert die „Letzte Generation“. Sobald auch nur die erste Empfehlung, nämlich „ein Grundrecht auf Klimaschutz“, umgesetzt wird, würden die Proteste beendet werden, heißt es von der Klimaschutz-Bewegung.

„Bei 30 Grad Anfang April sollten die Alarmglocken läuten“

Die Polizei löste den friedlichen Marsch in Linz kurze Zeit später auf. Daraufhin setzten sich einige Menschen auf die Straße, sodass der Verkehr rund um die Bethlehemstraße kurzzeitig still stand. Unter den Protestierenden befand sich auch die ehemalige JKU-Studentin Jelena Saf. „Bei 45 Grad kann niemand lernen. Bildung braucht Klimaschutz. Wir fordern die Regierung auf, den vielen Worten Taten folgen zu lassen. Wir brauchen Klimaschutz in der Verfassung!“, so die 25-Jährige.

Auch die 32-jährige Abwasserplanerin und Mutter, Melanie Giesauer, machte ihre Forderungen an die Linzer Stadtregierung deutlich: „Herr Bürgermeister Luger hat die Verantwortung, sich für Klimaschutz einzusetzen. Seit zwei Jahren liegt eine Stadtklimaanalyse vor, die zeigt, dass es in großen Bereichen der Innenstadt zu heiß werden wird und viele Menschen durch enorme Hitze gefährdet werden. Bei 30 Grad Anfang April sollten auch bei Ihnen, Herr Luger, die Alarmglocken läuten. Wann fangen Sie endlich an, die Linz:innen zu schützen?“


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