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LINZ. Eine Gesellschaft ist nur dann stark, wenn Menschen füreinander da sind. Wie ein gemeinwohlorientiertes Leben auch in Zukunft funktioniert, erfuhren rund 300 Gäste beim Empfang zum Weltrotkreuztag (8. Mai) im Palais Kaufmännischer Verein in Linz. Ein Beispiel: Wilfried Lettner hat seit seiner Geburt eine schwere Blutgerinnungsstörung. Dank regelmäßigem Kontakt mit Spezialisten aus der Blutzentrale Linz kann er ein dementsprechend gutes Leben führen.

  1 / 2   Dank regelmäßiger Blutspender kann Wilfried Lettner ein dementsprechend gutes Leben führen. (Foto: eventfoto.at/Kunasz)

Egal, ob Unfälle, Operationen, Geburten oder die Behandlung schwerer Krankheiten. Blut- und Blutprodukte sind lebensnotwendig und durch nichts ersetzbar. Seit seiner Geburt leidet Wilfried Lettner an einer schweren Blutgerinnungsstörung (Hämophilie) und ist deshalb laufend mit der Blutzentrale in Kontakt. „Meine Krankheit ist ein Gendefekt, der die Blutgerinnung hemmt. Das bedeutet, dass es immer wieder zu spontanen Blutungen in den Gelenken kommen kann“, erzählt der Webdesigner. „In meinem Fall führte das zu schweren Schädigungen des Bewegungsapparates.“ Weil die Krankheit in Lettners Kindheit und Jugendzeit nicht medizinisch behandelt werden konnte, ist er auf einen Rollstuhl angewiesen.

Seit einigen Jahren bekommt Wilfried Lettner von der Blutzentrale ein Medikament nachhause geliefert, das ihm hilft. „Herr Lettner war der erste Mensch in Österreich, den wir damit behandelten. Dass er auf das Medikament so gut anspricht, freut uns“, sagt Oberarzt Gerhard Schuster. Der ärztliche Leiter der Blutzentrale steht mit Lettner laufend im Kontakt und bespricht seinen Krankheitsverlauf bei regelmäßigen Kontrollterminen. Wilfried Lettner ist verheiratet, Vater einer Tochter und betreibt ein Unternehmen für Webdesign in Bachmanning.

Stille Helden des Alltags

Weniger bekannte Leistungsbereiche bekamen beim Empfang zum Weltrotkreuztag (8. Mai) die volle Aufmerksamkeit. Darunter fallen beispielsweise die vielen medizinischen Leistungen der Blutzentrale Linz, die freiwilligen Helfer im Bereich der Migration, Freiwillige aus dem Besuchsdienst, den Tagesbetreuungszentren, in der Jugendarbeit, aus dem Hospiz-Bereich oder jene Mitarbeiter, die sich für Bildung und Chancengerechtigkeit engagieren.

Rotes Kreuz sichert Menschlichkeit und Hilfe

Das OÖ. Rote Kreuz sichert mit einer breiten Palette von Leistungen Hilfe für Menschen. Sei es in der Förderung von Lebenskompetenzen junger Menschen im Jugendrotkreuz, im Vorantreiben der Chancengerechtigkeit im Bildungsbereich, in der Bekämpfung von Einsamkeit und Armut mit Freiwilligen Sozialen Diensten wie dem Besuchsdienst und Rotkreuz-Märkten, im Blutspendedienst, im Rettungsdienst, in der Krisenintervention, der Vermittlung von Ersthelfer-Kenntnissen oder um Menschen zu unterstützen, die im Alltag auf Hilfe angewiesen sind.

„Wir sind da. Unsere 25.000 überwiegend freiwilligen Mitarbeiter übernehmen Verantwortung und machen das Rote Kreuz zu einem Anker der Menschlichkeit. Sie fördern die Kraft der Gemeinschaft und ermöglichen notwendige Leistungen, die es sonst nicht gäbe“, sagt OÖ. Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger.


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